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Land am Rand: Bloß nicht das Profil verwässern!

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Wer sich absehbar schwer tut, bei der Bundestagswahl im Herbst das Passende zu finden, dem bleibt noch etwas Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen – und eine eigene Partei zu gründen. Das liegt  im Trend. Vor ein paar Wochen erst hat sich der Südwest-Landesverband der „V-Partei“ in Schwäbisch Hall gegründet, der Vegetarier und Veganer vereinigt (die Flügelkämpfe in dieser Partei kann man sich schon lebhaft vorstellen). Dass Vorschläge wie „Veggie-Day“ im Wahlkampf großen Erfolg versprechen, haben die Grünen schon 2013 erlebt.

Den Weg der „Ein-Themen-­Partei“ geht auch das „Bündnis Grundeinkommen“ (BGE), und das in aller Konsequenz: Wenn das Ziel (Grundeinkommen für alle) erreicht ist, sieht die Satzung die sofortige Partei-Auflösung vor. Respekt! Der Antrag, ein zweites Thema (Bürgerentscheide) ins Programm zu nehmen, wurde abgelehnt. Verwässert nur das Profil. Dass bereits die Piraten, die Violetten, die „Liberalen Demokraten“, die „Bergpartei“ und einige mehr das Grundeinkommen fordern: egal. Auch das ist konsequent, am Ende bringt die Konzentration auf ein Thema den Wähler aber auch in die Bredouille: Wer etwa gleichzeitig für Schlachtverbot (V-Partei) und Grundeinkommen (BGE) ist, der muss im September eine schwere Entscheidung treffen. Dennoch sollen Gründer hier nicht entmutigt werden. Für ein „Bündnis Frauenquote“ (BFQ) etwa ist definitiv noch Platz im Parteien­spektrum, und die „Pkw-Maut-wieder-abschaff-Partei“ (PMwaP) wird sogar dringend gebraucht!

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