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Bundestagswahl im Südwesten: Stimmkönig Schäuble

Wolfgang Schäuble holt in Offenburg 48,1 Prozent, viele CDU-Kandidaten aber verlieren zweistellig. Die Landes-Grünen entsenden so viele Abgeordnete wie nie.

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Wahlsonntage sind immer lang: für Wahlhelfer, Auszähler, Berichterstatter, vor allem aber auch für viele Politiker – insbesondere jene, die auf den hinteren Plätzen einer Landesliste stehen und bangen, ob sie es in den Bundestag schaffen. So wie Alexander Kulitz aus Ulm, der als Elfter und somit Vorletzter der FDP-Landesliste nach Berlin gehen wird. „Am Ende sogar ohne Zitterpartie“ hat es indes der Grüne Matthias Gastel (Nürtingen) als Zehnter von künftig 13 Abgeordneten der Ökopartei aus dem Südwesten wieder in den Bundestag geschafft. Die Grünen im Land konnten damit einen Rekord verbuchen. In der vergangenen Legislatur waren zehn Abgeordnete aus Baden-Württemberg in Berlin.

Ebenfalls stärker vertreten sein werden die Linken: Sie schicken einen Abgeordneten mehr aus dem Südwesten in die Hauptstadt (sechs statt fünf). Anders schaut es bei der Landesgruppe der SPD aus, die künftig nur noch 16 statt 20 Personen stark sein wird. Von AfD und FDP, im vergangenen Bundestag nicht vertreten, kommen elf respektive zwölf Abgeordnete aus dem Land. Insgesamt werden 96 Volksvertreter aus Baden-Württemberg in Berlin sein – Platz drei hinter Nordrhein-Westfalen (142) und Bayern (108).

Die CDU konnte alle 38 Wahlkreise gewinnen. Am knappsten ging es in Mannheim zu, wo Nikolas Löbel nach einem langen Kopf-an-Kopf-Rennen am Ende 1,4 Prozentpunkte vor SPD-Konkurrent Stefan Rebmann landete. In allen bis auf vier Wahlkreisen im Land kamen die Sozialdemokraten auf Platz zwei.

Stimmenkönig wurde Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der in seinem Wahlkreis Offenburg 48,1 Prozent der Erststimmen erhielt. Der bisherige Krösus in dieser Kategorie, Thomas Bareiß (Zollernalb-Sigmaringen), wurde von 60,7 auf 45,0 Prozent gestutzt. Überhaupt büßten viele der CDU-Kandidaten im Land am Sonntag zweistellig ein.

Mit einer Wahlbeteiligung von 78,3 Prozent liegt Baden-Württemberg knapp zwei Prozentpunkte über dem Bundesschnitt und an der Spitze aller Bundesländer – wie schon vor vier Jahren, als 74,3 Prozent der Menschen im Land an die Wahlurnen traten (Bund: 71,5 Prozent).

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