Partner der

Barthle zu Stuttgart-21-Grundsteinlegung

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle (CDU), hält die Grundsteinlegung für das Bahnprojekt Stuttgart 21 für ein historisches Ereignis.

|
Norbert Barthle (CDU). Foto: Jan Woitas/Archiv

"Das ist tatsächlich ein großer Tag. Nicht nur für Stuttgart, für das Land, für ganz Europa", sagte er SWRinfo am Freitag. "Das ist ein großes, bedeutsames Infrastrukturprojekt, das ja weit über Deutschland hinaus eine Berühmtheit erlangt hat wie wenige."

Die Bahn legt sechs Jahre nach den Massenprotesten gegen das umstrittene Milliardenvorhaben an diesem Freitag den Grundstein für den künftigen Tiefbahnhof Baden-Württembergs Landeshauptstadt. Neben dem bisherigen Kopfbahnhof wird bereits seit zwei Jahren eine riesige Baugrube ausgehoben. Ende 2021 soll die unterirdische Durchgangsstation in Betrieb gehen.

Kommentieren

Kommentare

28.09.2016 18:47 Uhr

Ein Jubeltag für den ganzen Erdball ...

frohlockte der CDU-Abgeordnete aus Schwäbisch Gmünd. Und weiter: "Stuttgart 21 ist und bleibt ein Jahrhundertprojekt, für die Stadt, das Land, für uns alle, für ganz Europa."
Halleluja, möchte man angesichts dieser wirklichkeitsfremden Lobpreisung eines biederen schwäbischen Provinzpolitikers fast rufen.
"Hosianna, die CDU geht samt S21 d'r Bach na!"

http://www.ardmediathek.de/tv/Landesschau-aktuell-Baden-W%C3%BCrttemberg/Kein-Anlass-f%C3%BCr-Zweifel/SWR-Baden-W%20%20%C3%BCrttemberg/Video?bcastId=254078&documentId=37880586

Antworten Kommentar melden

27.09.2016 19:23 Uhr

VCD kritisiert versteckte Querfinanzierung für S21

Der Bund will der finanziell klammen Bahn 2,4 Milliarden Euro aus der Haushaltskasse spendieren. Der Verkehrsklub Deutschland (VCD) sieht darin eine „versteckte Bundesfinanzierung“ für Stuttgart 21. (...)

„Die Mehrkosten von Stuttgart 21 belasten den Etat der Bahn inzwischen so massiv, dass der Eigentümer Bund eingreifen muss“, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. Das Projekt Stuttgart 21 sei längst zu einem Bilanzrisiko für die Bahn geworden, das die Modernisierung des Schienenverkehrs in Deutschland gefährde.

Während durch die Digitalisierung Lastwagen künftig im Konvoi auf der Autobahn mit nur noch einem Fahrer im ersten Fahrzeug fahren könnten, werde durch den Bau von Stuttgart 21 der Ausbau der für den Schienengüterverkehr ökonomisch wichtigen Rheintalbahn um mehr als 10 Jahre über das Jahr 2035 hinaus verzögert. Zudem fehle das Geld für die Modernisierung der Güterwagenflotte mit automatischen Kupplungen und leisen Bremsen. (...)

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-verkehrsclub-kritik-an-bund-und-bahn.71c7e5e7-6135-40f6-9e57-4a4ac1dbe835.html

Antworten Kommentar melden

27.09.2016 19:01 Uhr

Warum S21 bald 20 Milliarden kosten wird

Der Bundesrechnungshof hat errechnet, dass die Kosten für Stuttgart 21 sehr viel höher sein werden, als von der Bahn angegeben. Noch ist die Zahl 20 Milliarden nicht in der Diskussion aufgetaucht, aber wenn der Rechnungshof ganz genau nachprüft, wird er irgendwann auf die Summe kommen. Jetzt rächt sich, dass die Bahn keinen Preis für ein schlüsselfertig zu übergebenden Bauwerk ausgemacht hat.

Folgende Faktoren könnten den Endpreis noch in ungeahnte Höhen treiben: Die Bahn hat den sagenhaften unterirdischen Bahnhof, trotz gigantischer Erdbewegungen, noch immer nicht gefunden. Es wird immer wahrscheinlicher, dass sie selber einen bauen muss. Die Bauzeit wird sich verlängern, vor 2023 kann der Bahnhof nicht fertig sein, dann ist aber der Hauptstadtflughafen noch nicht eröffnet, was zu Anbindungsproblemen führen wird.

Hauptargument für das Megabauwerk war die kürzere Fahrtzeit nach Ulm. Bis jetzt haben sich aber erst 127 Bürger gemeldet, die 25 Minuten früher in Ulm sein wollen, Zehntausende würden sogar einen Aufpreis bezahlen, wenn sie später oder am besten gar nicht nach Ulm kommen müssten. :)

https://www.welt.de/debatte/kolumnen/zippert_zappt/article158379250/Warum-Stuttgart-21-bald-20-Milliarden-kosten-wird.html

Antworten Kommentar melden

27.09.2016 18:51 Uhr

Barthle (CDU) und sog. historische Ereignisse

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium hält die Grundsteinlegung für das Bahnprojekt Stuttgart 21 für ein historisches Ereignis. Soso!

"Das ist ein großes, bedeutsames Infrastrukturprojekt, das ja weit über Deutschland hinaus eine Berühmtheit erlangt hat wie wenige", so das Credo.

Richtig, und zwar in erster Linie "traurige" Berühmtheit durch haltlose Versprechungen, Volksbetrug und immense Kostensteigerungen, denn die zehn Milliarden sind noch nicht alles. Alle haben auf die Zahl zehn für Stuttgart 21 gestarrt. Doch der Bundesrechnungshof hat noch viel mehr zu bieten: drei schallende Ohrfeigen für die Regierung Merkel. Eine fachkundige Analyse des lange unter Verschluss gehaltenen Prüfberichts, der eine heimliche Querfinanzierung aus Bundesmitteln unterstellt. (...)

Das ist eine echte Klatsche: Der im Grundgesetz Art. 114 verankerte und unabhängige, also keinem Ministerium unterstellte Bundesrechnungshof unterstellt eine heimliche und bewusst verheimlichte Querfinanzierung von Stuttgart 21 aus Bundesmitteln. Was mit deutlichen Konsequenzen für das gesamte Schienennetz verbunden sei. (...)

http://www.kontextwochenzeitung.de/politik/286/die-zehn-milliarden-sind-nicht-alles-3884.html

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke

Die Bahn preist Stuttgart 21 und die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm als zukunftsweisendes Projekt an, Kritiker widersprechen. Auf dieser Seite finden Sie alle Artikel zur Neubaustrecke und Stuttgart 21.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Großes kreatives Potenzial

In der Städtischen Galerie sind gleich drei neue Ausstellungen zu sehen. Zur großen Austellung des Künstlerbundes Baden-Württemberg kommen zwei Einzelschauen. weiter lesen