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Attacke in Mannheim: Blitzer leben brandgefährlich

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Er hatte sich das so schön gedacht. Eigentlich wollte er nur eine der voraussichtlich letzten warmen Nächte dieses Sommers nutzen und hing ein bisschen am Straßenrand rum. Ganz stumm, kaum wahrnehmbar, die Gedanken ließ er treiben, hier und da machte er mal ein Foto von vorbeifahrenden Autos. Er mag Autos, sehr sogar, insbesondere die richtig schnellen. Dann wird ihm immer ganz anders und für einen ganz, ganz kurzen Moment fängt er an, rot zu strahlen. Und so wollte er auch in dieser vorletzten Augustnacht einfach nur Bilder für sein Album mit den ganzen schnellen Autos machen. Die Ludwig-Jolly-Straße in Mannheim-Neckarstadt-West schien der perfekte Ort, die netten Verkehrspolizisten hatten ihn sogar extra hingeführt. Gewitterjäger mögen Blitze, Blitzer mögen Autos, so ist das nun mal.

Doch der Blitzer hat Feinde, er lebt im wahrsten Sinne brandgefährlich – so auch in dieser Nacht. Denn während er da so gemütlich auf der Lauer lag, also am Straßenrand stand – der „Enforcement Trailer“ ist ja ein als Anhänger getarnter Blitzer –, kamen sie und übergossen ihn mit Benzin und zündeten ihn an. Doch er hatte Glück im Unglück, Messtechnik und Bildspeicher wurden lediglich leicht beschädigt, nur die Scheibe vor seiner Kamera muss gerichtet werden. Ein Einzelschicksal ist er damit übrigens nicht. Im Mai wurde in Speyer ein Freund von ihm ebenfalls in Brand gesetzt.

Scheint ganz so, dass die Region nicht nur ein veritables Problem mit PS-Protzern, sondern auch mit perfiden Pyromanen hat.

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