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Tänzer werden auf die Bühne katapultiert

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Stimmgewaltig: Aisata Blackman.  Foto: 

Sechs wandelnde Sixpacks räkeln sich um Aisata Blackman, die mit ausdrucksstarker Miene Whitney Houstons Hit „Queen of the Night“ schmettert. Unterstützt wird sie von weiteren Tänzern in lässigen Sportoutfits und Tänzerinnen in engen Hosen und knappen Tops – eine Szene, wie aus einem MTV-Video der 90er Jahre. Noch sitzt nicht jeder Schritt perfekt, die Performance schlägt trotzdem ein.

In zwei Wochen feiert Stuttgarts neues Musical „Bodyguard“ nach dem gleichnamigen Film mit Whitney Houston und Kevin Costner im SI-Centrum Premiere. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Darsteller rund um Aisata Blackman, die die Hauptfigur Rachel Marron spielt, proben quasi rund um die Uhr – aktuell im Trainingsraum, ab Sonntag dann auf der großen Bühne. Bis dahin soll der Aufbau im Groben abgeschlossen sein.

Noch wuseln allerhand Handwerker zwischen den Kulissen umher. Sie bohren und schrauben im Drei-Schicht-Betrieb, damit die Show am 28. September starten kann. Direkt nach der letzten Vorstellung von „Tanz der Vampire“ wurde mit dem Aufbau begonnen. Zuvor war das Stück in Köln gelaufen. Von dort wurde das Bühnenbild in 22 Trucks angeliefert. „Wir sind im Plan“, sagt Technikchef Benjamin Neuen.

Spezialeffekte im großen Stil sind nicht geplant, aber im kleinen: Auf die Zuschauer wartet etwa eine Nebelwand, die mit einer Industrieturbine erzeugt wird. Außerdem werden Tänzer durch zwei Schächte regelrecht auf die Bühne katapultiert. Das müsse man sich vorstellen, wie bei einem Toaster, sagt Sprecher Jürgen Langerfeld. Ansonsten setzt das Stück, das sich zu 90 Prozent am Film orientiert, auf die Liebesgeschichte zwischen der Souldiva und ihrem Bodyguard (gespielt von Jadran Malkovich) sowie die Musik. Während im Film nur vier Houston-Hits gespielt wurden, wird man auf der Bühne 14 hören.

Aufgeregt ist Aisata Blackman noch nicht, wie sie sagt. „Das kommt noch.“ Druck verspürt sie freilich, schließlich wird sie mit einer der größten Stimmen unserer Zeit verglichen werden. „Sich die Songs anzueignen, macht aber auch Spaß.“ Davon abgesehen wolle sie ihre eigene Note reinbringen.

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