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Schlemmen wie im Garten Eden

Für vier Wochen hat Jörg Rauschenberger das „Cube“ im Kunstmuseum zum Garten Eden umgestaltet. Die Gäste dürfen sich der Versuchung hingeben.

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Kellnerin Carina Blomenhofer mit Schlangen-Schmuck.  Foto: 

Sündigen kann man beim Schlemmen immer. Und der Genuss wird noch verfeinert, wenn das Ambiente stimmt. Davon ist auch Jörg Rauschenberger überzeugt. Deshalb hat er das Restaurant „Cube“ am Schlossplatz von Stuttgart ausgeräumt und für vier Wochen zum Garten Eden umgestaltet.

Das im obersten Stock des Kunstmuseums gelegene Lokal begeistert allein schon durch die phantastische Aussicht. Jetzt soll die Gäste auch noch die Ausstattung beeindrucken, für die Birgit Martinez von „decor&more“ in Fellbach verantwortlich ist. Die Köche bereiten die Gerichte in einer extra installierten Showküche vor einer mit Moos bedeckten Rückwand zu. Der Boden ist teilweise mit Kunstrasen belegt, von der Decke wuchert üppiges Grün. Eine Lounge-Ecke mit goldenem Brunnen wurde eingerichtet.  Aus den Lautsprechern tönt psychedelisch angehauchte Musik.

Die Kellnerinnen bedienen im grünen Kleid und tragen eine goldene Schlange um den Hals. Zur Sünde verführen soll aber die Speisekarte. Foodhunter haben laut Rauschenberger Jagd auf besondere Zutaten gemacht. Küchenchef Michael Bahn ließ sich neue Kreationen einfallen. Dazu zählt auf der Mittagskarte „Sinful Delight“ für 16,90 Euro. Dieses sündhafte Entzücken ruft Erstaunen hervor. Was ist denn bitteschön „ein Risotto ohne Reis“? Bahn kochte den Reis aus und bereitet mit dem Stärke-Sud Bohnen zu. Das Ganze schmeckt wie Risotto.

Hinter dem „Beef in Paradise“ (36,90 Euro) verbirgt sich ein in der Baumrinde gegartes Rinderfilet mit Trüffel und Buchenholzpilzen. Als Nachtisch lockt Evas Apfel mit Schokolade. Die Karte listet wenige Gerichte auf, beschränkt sich am Abend auf ein Vier-Gang-Menü für 74,90 Euro. Als Geschenk erhalten die Besucher einen Apfel mit Gravur.

Der echte Apfel erinnert an „Rauschenberger‘s Supper Club“, der einmal im Jahr öffnet. Verführung im Garden Eden oder „Be seduced by Garden Eden“ lautet das Motto des Pop-Up-Restaurants. Die Idee für Lokale, Cafés, Geschäfte und Galerien, die nur für einen begrenzten Zeitraum geöffnet haben, kommt aus den USA und Australien. Für seinen Paradiesgarten greift Rauschenberger (60) tief in die Tasche. Allein die zusätzlichen Möbel und die Technik schlagen mit mehr als 60.000 Euro zu Buche. Insgesamt sei der Betrag sechsstellig, sagt Rauschenberger.

Infos unter www.popup-restaurant.de sowie 0711/55340 555   

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