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Morgens im Kino, nachts im Zoo

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Daheim und doch ganz weit weg: Auf Forschungsreise können Kinder während des Ferienprogramms im völkerkundlichen Linden-Museum gehen. Asien und der Orient sind die Ziele der Jungforscher.  Foto: 

Der Sommer ist für viele die schönste Zeit des Jahres, vor allem auch, weil die meisten zumindest ein paar Tage frei haben. Doch um etwas zu erleben, muss man nicht zwangsläufig verreisen. Auch in Stuttgart ist allerhand geboten. Eine Auswahl an Ferienangeboten für jeden Geschmack.

Für Tierfans: In den Sommerferien in die Schule? Nur, wenn es die Wilhelmaschule ist. Im August bietet der Zoo exotische Kurse für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren an. Die Spanne reicht von einem Infotag über Fell und Federn über Einblicke in die Aquariumstechnik bis hin zur Übernachtung im Zoo. Wichtig: Eltern müssen ihre Kinder anmelden.

Für Weltenbummler: Daheim und doch ganz weit weg! Im Linden-Museum für Völkerkunde geht’s um die Welt, und dies für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Während die Einrichtung für den Nachwuchs zwei jeweils dreitägige „Forschungsreisen“ nach Asien und in den Orient ausrichtet, beschäftigt sich das Ferienprogramm für Erwachsene, „Gib mir ein Zeichen! Symbole, Sinnbilder und mehr…“, mit Schriftkunst, Papier und Botschaften aus unterschiedlichen Kulturen.

Für Verspielte: Freier Eintritt, kühle Getränke und Kinderspiele der 50er für drinnen und draußen, das gibt’s bei den Sommerwochen im Theodor-Heuss-Haus. Den August über kann man sich im Boccia, beim Riesen-Mensch-ärgere-Dich-nicht oder im Wikingerschach versuchen, falls es regnet, kann man sich bei Brettspielen im Haus die Zeit vertreiben – oder die Ausstellung besichtigen.

Für Sportliche: In der Muckibude ist es zu stickig? Dann ab nach draußen zum Trainieren. Mit „Sport im Park“ richtet die Stadtverwaltung ein offenes, kostenloses und unverbindliches  Bewegungsangebot aus. Noch bis 30. September laufen 63 Angebote pro Woche auf mehr als 45 Grünflächen. Die Schwerpunkte liegen auf Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Kondition. Angesprochen fühlen sollen sich Sportskanonen und Ungeübte gleichermaßen – Hauptsache, man macht mit. Den Flyer mit einer Übersicht kann man auf der Homepage der Stadt abrufen.

Für Rennfahrer: Die meisten Kinder fahren auf schnelle Autos ab. Die großen Stuttgarter Museen bieten Unterhaltung für Daheimgebliebene. Familien können sich täglich außer montags im Porsche-Museum unter dem Motto „Rallye“ in Fahrsimulatoren oder auf der Rennstrecke auf der Dachterrasse vergnügen, ab dem Mittag gibt es zudem Kinderführungen. Und auch die Kollegen aus dem Mercedes-Museum haben sich mit dem Landesmuseum etwas zum Thema „Mobilität gestern, heute und morgen“ überlegt. Ob es noch Plätze gibt, muss erfragt werden.

Für Künstler: Ein geistig anregendes Ferienerlebnis versprechen die Veranstaltungen im Kunstmuseum oder in der Staatsgalerie. Im großen Kubus auf dem Schloss­platz dreht sich das Ferienprogramm um die Ausstellung „Über den Umgang mit Menschen, wenn Zuneigung im Spiel ist. Sammlung Klein“. Zudem hat das Team einen Museumskoffer gepackt, in dem junge Besucher Aufgaben finden. In der Staatsgalerie gibt es Workshops für alle Altersgruppen. Die Kleinen ab vier Jahren können Tiere modellieren, Teenys gestalten eigene T-Shirts, Erwachsene dürfen sich im Skizzieren von Stadtansichten probieren. In vielen Fällen ist eine Anmeldung erforderlich.

Für Filmfans: Noch vor dem Mittag Popcorn essen und einen Film schauen, das geht nur in den Ferien. Der Ufa-Palast in der Rosensteinstraße hat ein spezielles Sommerprogramm zusammengestellt. Familienfreundliche Streifen laufen schon ab 11.30 Uhr, zudem kündigt das Kino Sondertarife an.

Mehrtägig Im Hochsommer gehe viele Menschen lieber ins Freibad als ins Museum. Das Linden-Museum etwa zählt in der heißen, sonderschau-freien Zeit nur etwa ein Viertel der sonst rund 10 000 Besucher pro Monat. Um nicht leerzulaufen, überlegen sich die meisten Häuser Strategien. Beliebt: Ferienprogramme. Im Linden-Museum setzt man erstmals auf mehrtägige Kinderevents, auch, um arbeitende Eltern zu entlasten.

Klimatisiert Im Kunstmuseum ist dieser Tage eine neue Sonderausstellung zur Sammlung Klein gestartet – bewusst. Mit neuem Input und einer guten Klimaanlage minimiert das Haus das Sommerloch. „Eine Strategie braucht man“, erklärt Constantin Neumeister. Probleme, die das kleine Theodor-Heuss-Haus auf dem Killesberg nicht hat. Die Spielangebote im großen Garten haben Tradition und werden intensiv beworben. „Eltern und Kitas planen das in ihr Programm ein“, sagt Christiane Ketterle vom Heuss-Haus. Effekt: stabile Zahlen. car

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