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In Omas Küche Spaß am Kochen gefunden

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Schon als kleiner Junge hat Marcel Hild gewusst, was er werden will: Koch. „Ich war immer bei der Oma in der Küche“, erinnert sich der 24-Jährige. Inzwischen kocht er auf höchstem Niveau und hat sogar den baden-württembergischen Jungkochwettbewerb 2017 im Restaurant „top air“ am Stuttgarter Flughafen für sich entschieden. Hier stellten sich vier Bewerber aus der Sterneküche einer Jury.

Mit dabei waren neben Hild vom Landhaus Feckl in Ehningen Sebastian Gerber vom „Adler“ in Asperg, Dominik Holl von der „Burg Staufeneck“ in Salach und Dominik Laas vom Hotel „Bareiss“ in Baiersbronn. Der jungenhaft wirkende Hild ist in der Region längst kein Unbekannter mehr. Gelernt hat er bei Rolf Straubinger auf Burg Staufeneck. Danach arbeitete er drei Jahre lang im „top air“ von Claus Wöllhaf, dem weltweit einzigen Sternerestaurant an einem Flughafen, unter Küchenchef Marco Akuzun.

Seit kurzem ist Hild jedoch im Landhaus Feckl für die Patisserie zuständig. Anfang April hat der Nachwuchskoch die Chance, beim nationalen Wettbewerb in Frankfurt ein Ticket nach Australien für die internationale Ausscheidung zu lösen. Veranstaltet werden die Wettbewerbe von der 1248 gegründeten „Chaine des Rotissiers“.

Die Mitglieder der „Zunft der Spießbrater“, die für sich in Anspruch nimmt, die älteste Gastronomievereinigung der Welt zu sein, zählen allesamt zur gehobenen Gastronomie. Sie setzen nicht nur auf gepflegtes Speisen, sondern auch auf gut ausgebildeten Nachwuchs. Akuzun bestätigt, dass es schwer geworden sei, guten Nachwuchs zu finden. „Wenn das Kochen Spaß macht, dann nimmt man den Stress gern auf sich“, setzt Hild dagegen. Er ist der Ansicht, dass der Beruf nicht zuletzt durch die vielen Kochshows im Fernsehen wieder attraktiver geworden ist.

So verzeichnete der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Baden-Württemberg in der Gastronomie bei den neu geschlossenen Ausbildungsverträgen 2016 seit langem wieder ein Plus. Sie stiegen um 2,3 Prozent auf 2742. Die Dehoga befördert die Trendwende mit ihrer Kampagne „Wir Gastfreunde“.

 

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