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Erster Einblick ins Wilhelmpalais

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Viel Licht fällt nun in den Innenraum.  Foto: 

Das Interesse an der Preview im Wilhelmspalais ist groß. Etliche Menschen sind am Samstag  schon vor der Öffnung der massiven Messingtüren da – neben der Fassade das Einzige, was noch an die Bücherei erinnert. Einer von ihnen ist der Architekt Jürgen Matthiessen aus Grafenau. „Ich wollte früh da sein, weil ich mit einem Andrang gerechnet habe“, sagt er und blickt naserümpfend zur B14, auf der schon am Morgen der Verkehr braust.

Der Stuttgarter Architekt Arno Lederer ist stellvertretender Vorsitzender von „Aufbruch Stuttgart“, die sich für einen verkehrsberuhigten Kulturboulevard einsetzt. Sein Büro Lederer Ragnarsdóttir Oei hat das Wilhelmspalais neu erfunden. Drei Jahre lang ist die ehemalige Stadtbücherei umgebaut worden. Im Frühjahr soll hier das neue Stadtmuseum eröffnen. Bei der noch bis zum 24. September laufenden Architektur-Preview dürfen sich Besucher erstmals umschauen.

 Entstanden ist für mehr als 40 Millionen Euro ein Haus im Haus. In die bald 200 Jahre alte Hülle, die Giovanni Salucci einst im Auftrag des württembergischen Königs Wilhelm I. schuf, ist viel helles Holz eingebaut worden und runde Fenster. Schlichte Leuchtobjekte und dunkle Böden runden das elegante Ambiente ab. Vor allem aber das Licht, das durch die großen Fensterfronten und Dachlamellen dringt, die sich wie Schmetterlingsflügel öffnen, beeindruckt die Stuttgarterin Ulrike Harder, selbst eine Architektin: „Raffiniert, wie das Gebäude außen erhalten und innen der Geist reingebracht wurde.“

Passend zur Architektur-Beschau zeigt die örtliche Kreisgruppe im Bund Deutscher Architekten im Obergeschoss hiesige Bauwerke, die für den Hugo-Häring-Preis eingereicht wurden. Am Freitag ist die Verleihung. Die Preview mit Führungen, Vorträgen und mehr läuft indes noch bis Sonntag. Am Sonntagabend werden die Türen wieder verschlossen und nur für Zwischennutzungen kurz einen Spalt geöffnet. Im November etwa soll das „Palais der Kolchose“ auf die Bedeutung von Hip-Hop für Stuttgart hinweisen. Passend dazu sucht das Museum Hip-Hop-Stücke für die Dauerausstellung – die Maske von Rapper Cro gehört schon zum Inventar.

Info www.stadtmuseum-stuttgart.de

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