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„Aus diesem Stuttgart kann man mehr machen“

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Nachtcafé-Urgestein Wieland Backes steht dem neuen Verein vor.  Foto: 

Die Landeshauptstadt ist um einen Verein reicher, und einen besonders honorigen obendrein. Nachtcafé-Urgestein Wieland Backes, Cornelia Ewigleben (Direktorin des Württembergischen Landesmuseums), Opern-Intendant Jossi Wieler, Felix Fischer (Managing Director des SWR-Symphonieorchesters), Ulrike Groos (Direktorin des Kunstmuseums), Thomas Koch (Kommunikationsdirektor der Oper), Christiane Lange (Direktorin der Staatsgalerie), die Architekten Arno Lederer und Werner Sobek, der VVS-Chef Horst Stammler,  Unternehmer und Mäzen Helmut Nanz sowie Norbert Daldrop (AV-Communication) sind die Gründungsmitglieder von „Aufbruch Stuttgart“. Und der Name soll Programm sein.

„Stuttgart liegt uns sehr am Herzen, und was uns verbindet ist die Meinung, dass sich mehr bewegen lässt. Aus diesem Stuttgart kann man mehr machen“, so der neue Vorsitzende Backes. Im Blick hat das Dutzend in erster Linie die Kulturmeile, also das Areal links und rechts der Konrad-Adenauer-Straße, wo die meisten Top-Einrichtungen sind. Die Initiative träumt davon, dass zusammenwächst, was zusammengehört, aber durch die Bundesstraße 14 getrennt wird. Die Idee: die „Stadtautobahn“ in einen Tunnel verlegen. Architekt Sobek hatte im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs 2008/09 schon einmal Pläne dafür gemacht, die aber, so Backes, „in der Schublade verschwunden sind“. Die aktuellen Diskussionen um die Opern-Sanierung, ein mögliches zweites Konzerthaus oder gleich ein ganzes „Musikquartier als Zentrum für musizierende Bürger“ (Fischer) sehen die Aufbrüchler als „Chance, groß zu denken“, sagte Groos. Übergeordnetes Ziel: eine lebenswerte Innenstadt. Aber, so Sobek: „Diese Dinge bedürfen eines kompositorischen Eingriffs.“

Dass viele Bürger genauso empfinden und „heraustreten wollen aus dem Schatten von Stuttgart 21“, wie Backes es formulierte, davon hat sich der jetzige Vorstand bei der Veranstaltung „Eine Vision für Stuttgart: Von der PS-Meile zu einem lebendigen Kulturviertel“ im Februar überzeugt. Rund 1000 Interessierte kamen. Von diesem Zuspruch beflügelt will der Verein nun die Arbeit aufnehmen. Seine Rolle sieht er darin, Visionen zu entwickeln. Lösungen anbieten will er nicht. „Wir stellen nur die Fragen“, erklärte Wieler.

Ein konkretes Vorhaben gibt es dennoch: ein autofreier Sonntag, an dem die B14 für ein Kulturfest gesperrt wird. Der Antrag liegt bereits im Rathaus, so Backes, „und die Signale aus dem OB-Büro sind nicht so, dass man sagt, das geht auf keinen Fall“. Dennoch stellt sich die Initiative auch auf Widerstand ein. Vor allem das Verhältnis zur Politik könnte ein schwieriges werden. Er und seine Mitstreiter hätten festgestellt, dass es teilweise Irritationen wegen der Initiative gebe. 

Info www.aufbruch-stuttgart.com

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