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Kommentar zum Fall des Wikileaks Gründers: Assange im Pech

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Die Mühlen der Justiz mahlen langsam und fressen sich zuweilen fest. Das ist wohl das Fazit der siebenjährigen Anstrengungen der schwedischen Anklagebehörde im Falle von Julian Assange. Die Saga hätte wohl im Zeitalter der Videokonferenzen schneller beendet werden können, wenn Assange in Großbritannien seine Aussage zu den ihm gemachten Vorwürfen hätte machen können.

Auch wenn Assange den Vorwurf, er habe zwei schwedische Frauen vergewaltigt, stets bestritt, so hat allein der Verdacht seiner Reputation schwer geschadet. Freilich hat die schwedische Justiz nie offiziell Anklage erhoben und nur eine langwierige und kostspielige Anhörung angestrengt. Auf einem sonst kommentarlosen „Twitter“-Beitrag scheint der Wikileaks-Gründer glücklich über den Ausgang zu lächeln. Doch seine missliche Realität hat sich kaum verändert. Die schweren Vorwürfe konnten nicht geklärt werden.

Möglicherweise wäre Assange in Schweden sicherer vor einer befürchteten Auslieferung an die USA gewesen, als in Großbritannien. London hat vermutlich weniger Skrupel, den Chef der Enthüllungsplattform Wikileaks an seinen engen Verbündeten Washington auszuliefern, wo Assange ein Prozess wegen Hochverrats droht.

Für Enthüllungen über die  Verfolgung und Ermordung kenianischer Dissidenten bekam Assange einst den Medienpreis von „Amnesty International“. Fand das noch den Beifall westlicher Regierungen, so wurde „Wikileaks” scharf von den USA und von Großbritannien angegriffen, als auf der Webseite eine Flut von Dokumenten veröffentlicht wurde, die der Zensur während der Kriege im Irak und Afghanistan zum Opfer fielen.

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