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DGB-Chef Hoffmann geht auf Konfrontationskurs zur AfD

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Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann lehnt Kontakte mit der AfD ab. „Die AfD ist keine Partei wie jede andere, ich habe keine Veranlassung, mit einer so gewerkschafts- und europafeindlichen Partei ernsthaft in den Dialog zu treten“, sagte Hoffmann im Interview mit der SÜDWEST PRESSE.

Für nicht akzeptabel hält Hoffmann Gewerkschaftsfunktionäre, die AfD-Mitglieder sind. „Wir suchen in erster Linie den Dialog“, sagte er. In vielen Fällen sei es gelungen, sie zu überzeugen, dass ein solches Engagement nicht sinnvoll sei. „In einzelnen Fällen haben wir uns auch von ihnen getrennt.“ Einfachen Gewerkschaftsmitgliedern mit AfD-Parteibuch will er deutlich machen, „dass die AfD alles andere als eine Partei der kleinen Leute ist, sondern zutiefst neoliberale Inhalte anbietet, beispielsweise eine Privatisierung der Arbeitslosenversicherung, was fundamental gegen die Interessen der Beschäftigten läuft“.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die gestern in Berlin vorgestellt wurde, kommt zu dem Schluss, dass die AfD Wähler sowohl aus den unteren Schichten als auch aus der bürgerlichen Mitte gewinnt. „Der Kampf um die Mitte hat sich massiv verschärft“, erklärte der Autor der Studie, Robert Vehrkamp. Das Milieu der bürgerlichen Mitte bildet dabei 13 Prozent aller Wahlberechtigten ab und steht laut Beschreibung für ein leistungs- und anpassungsbereites Bürgertum – eine Definition, unter die auch ein Teil der Gewerkschaftsmitglieder fällt.

Skeptisch beurteilt Hoffmann eine Jamaika-Koalition. „Im Hinblick auf die Gestaltung der Arbeit der Zukunft sehe ich große Defizite“, sagte er. Es gebe dafür Ankerpunkte bei den Grünen und der CDU, aber sie reichten nicht aus, „um den Strukturwandel so zu gestalten, dass Menschen mitgenommen werden“. Den notwendigen Weitblick könne er nicht erkennen, „insbesondere falls die FDP nicht gelernt hat, dass Privat vor Staat nicht die bessere Alternative ist“.

Hier können Sie das Interview lesen.

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