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Der Jurist Christopher Wray wird wohl neuer FBI-Chef

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Christopher Wray, der Kandidat für den Posten des FBI-Chefs.  Foto: 

Nach der spektakulären Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey hätte niemand geglaubt, dass im politisch gespaltenen Washington sich ausgerechnet sein Nachfolger als Integrationsfigur erweist und Republikaner mit Demokraten vereint. Der neue Direktor des Bundeskriminalamts, das dürfte nach seiner souveränen Bestätigungsanhörung im Senat sicher ein, wird Christopher A. Wray (50) heißen.

Er bringt nicht nur glänzende berufliche Voraussetzungen mit. Als Absolvent der angesehenen Yale Universität begann er seine Karriere im Justizministerium und brachte es mit nur 36 Jahren zum Direktor der strafrechtlichen Abteilung. Später war sein Chef kein geringerer als Comey, und gemeinsam drohten sie mit dem Rücktritt, weil das Weiße Haus unter Präsident George W. Bush auf der Fortsetzung eines umstrittenen Abhörprogramms bestand.

Er will sich nicht einschüchtern lassen

Dass er aus Überzeugung handelt und ihn die rüpelhaften Methoden von Präsident Donald Trump nicht einschüchtern würden, wollte der Jurist auch von den Senatoren klar verstanden wissen. Darauf angesprochen, was er machen würde, sollte der Präsident ihn bitten, gegen das Gesetz zu verstoßen oder Ermittlungen einzustellen, wie er dies bei Comey tat, konterte Wray: „Ich würde versuchen, ihm das auszureden, und wenn das nichts bringt, dann würde ich zurücktreten.“

Schlagfertig und resolut stellte er auch fest, dass die laufenden Ermittlungen zu Verbindungen zwischen Trumps Beratern und dem Kreml absolut seriös sind.  Zwar sehen einige Demokraten darin einen Interessenkonflikt, dass Wray zuletzt als Rechtsanwalt den Trump-Vertrauten Chris Christie vertrat. Dennoch kann Wray mit seiner Frau und den zwei Söhnen den Umzug nach Washington vorbereiten, denn die Bestätigung scheint nur Formsache zu sein.

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