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Das Geschäftsmodell der Kanzlei Mossack Fonseca

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Vorwürfe Die panamaische Kanzlei Mossack Fonseca steht im Zentrum der Enthüllungen der "Panama Papers". Das Unternehmen soll zahlreichen Politikern, Sportlern und Prominenten dabei geholfen haben, ihr Vermögen in Briefkastenfirmen zu parken.

Vorgehen Die Kanzlei gründet Kapitalgesellschaften in Belize, den Niederlanden, Costa Rica, Großbritannien, Malta, Hong Kong, Zypern, den Britischen Jungfern-Inseln, Bahamas, Panama, Anguilla, den Seychellen, Samoa und den US-Bundesstaaten Nevada und Wyoming. Diese verkauft sie vor allem an Zwischenhändler, meist Banken, Anwälte, Treuhänder oder Vermögensberater, die sie an ihre Endkunden weitergeben.

Vorteile Bislang hat Mossack Fonseca nach eigenen Angaben mehr als 240 000 Gesellschaften gegründet. Sie nutzt dafür niedrige Steuersätze in bestimmten Ländern und für ihre Kunden günstige Doppelbesteuerungsabkommen aus. Die Kanzlei bietet außerdem auch Verwaltungsdienstleistungen für die Kapitalgesellschaften an. Als Geschäftsführer bezahlt sie beispielsweise die jährliche Registergebühr. Der eigentliche Besitzer der Gesellschaft bleibt in diesem Modell anonym.

Vorgehen Nach eigenen Angaben überprüft die Kanzlei Mossack Fonseca mit großem Aufwand ihre Kunden im Rahmen eines sogenannten Due-Diligence-Verfahrens, um schwarze Schafe auszusortieren. Außerdem müssten sich Klienten verpflichten, gegen sie gerichtete Ermittlungen zu melden. Verstießen Kunden gegen die Firmenrichtlinien oder nationales Recht, beende die Kanzlei die Geschäftsbeziehung. Der Kanzlei-Mitgründer Rámon Fonseca Mora (im Bild) sagte der "Financial Times" zu den Vorewürfen, er rechne nicht damit, dass die Veröffentlichungen auch nur ein rechtliches Verfahren auslösen würden. dpa, Foto: afp

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