Partner der

CSU-Basis ist vom Machtkampf ermüdet

Wie weiter mit Horst Seehofer? Der CSU-Chef hat die Debatte vertagt – wieder einmal. Jene, die an der Basis vor Ort die Arbeit machen, haben die Nase voll.

|
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).  Foto: 

Zum wiederholten Mal hat die CSU eine Entscheidung über die politische Zukunft des Parteichefs und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer vertagt. Auf der nächtlichen Sitzung unterstützte der Parteivorstand Seehofers Vorschlag, dass ein „Zukunftsteam“ bestehend aus den drei CSU-Altvorderen Edmund Stoiber, Theo Waigel und Barbara Stamm gemeinsam mit ihm selbst Gespräche mit allen Beteiligten führen soll. Anfang Dezember sollen personelle Vorschläge gemacht werden.

Parteivize Manfred Weber etwa begrüßt dieses Verfahren. So werde die CSU „breit aufgestellt“. Auch der Seehofer-Kontrahent Markus Söder und sein Lager haben keine Einwände gegen dieses Vorgehen. Für Söder dürfte nun zumindest klar sein, dass man an seiner Person nicht mehr vorbeikommt.

Aus der CSU-Basis allerdings ist kaum begeisterte Zustimmung zu hören. Der seit der für die Partei desaströs verlaufenen Bundestagswahl andauernde und bisher ergebnislose Streit, mit welchem Spitzenpersonal die CSU die bayerische Landtagswahl im kommenden Jahr gewinnen will, geht vielen einfachen Mitgliedern gehörig auf die Nerven.

Stellvertretend dafür steht etwa Elisabeth Koch, CSU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen. „Die ganze Angelegenheit geht komplett an uns vorbei“, klagt sie. Die Arbeit vor Ort für die Partei mache gegenwärtig doch „ziemlich verdrossen“. Es könne nicht sein, „dass im Hinterstübchen die Zukunft Bayerns und des Bundes ausgemacht wird.“

Sehr treffend findet Koch die Bemerkung des CSU-Veteranen Peter Gauweiler zu den aktuellen Ereignissen. In der Bild-Zeitung kritisierte dieser die Zustände in der Partei harsch: „Wir sind keine Oligarchen-Partei.“

 

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Jamaika

Nach fast zwei Monaten nach der Bundestagswahl sind die Gespräche für eine Jamaika-Koalition gescheitert.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Drehleiter-Einsatz nach Sturm-Schäden

Mehr als 30 Einsätze wegen eines Sturmtiefs verzeichnete das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Donnerstagmorgen in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen zwischen 5.20 und 8 Uhr weiter lesen