Partner der

WDR darf zwei Bilder nicht ausführen

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) darf zwei zum Verkauf stehende Bilder von Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann nicht ausführen.

|

Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) leitete ein Verfahren zur Eintragung der Kunstwerke in die Liste national wertvollen Kulturguts ein. Während des Verfahrens dürfen die Kunstwerke nicht außer Landes gebracht werden. Die Eintragung des Beckmann-Bildes "Möwen im Sturm" und des Kirchner-Werks "Berglandschaft mit Almhütten" in die Liste nationalen Kulturguts erscheine als "wahrscheinlich". Das würde ein generelles Ausfuhrverbot bedeuten.

Der WDR will voraussichtlich im nächsten Frühjahr etwa 50 Bilder vom Auktionshaus Sotheby's in London versteigern lassen. Insgesamt hat der Sender etwa 600 Kunstwerke in seinem Bestand, doch nur bei etwa fünf Werken werden Erlöse im sechsstelligen Bereich erwartet.

Der WDR erklärte, er respektiere die Entscheidung Schäfers, zu prüfen, ob Bilder in das Kulturgutverzeichnis aufgenommen werden sollen. "Klar ist: Der WDR wird nur Bilder veräußern, deren Verkauf im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen steht." Außerdem werde der Sender keine Werke verkaufen, deren Provenienz nicht einwandfrei geklärt sei. Die Prüfung werde Sotheby's vornehmen.

Schäfer habe WDR-Intendant Tom Buhrow bereits Anfang Juli über das Verfahren informiert, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. In dem Brief habe die Ministerin erneut auch eine Liste aller zum Verkauf stehenden Kunstwerke des WDR sowie Informationen zur Versteigerung und zum Aufenthaltsort der Bilder gefordert. Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte den geplanten Kunstverkauf durch den WDR kritisiert. Das geplante neue Kulturgutschutzgesetz soll national wertvolle Kulturgüter vor dem Verkauf ins Ausland schützen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Der Protest ist gewollt

Direkte Demokratie und die Folgen: Das Ringen um Mehrheiten kann man auch verlieren, sagt Umweltminister Untersteller. weiter lesen