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Gurlitt: Erste Bilder werden herausgegeben

Die ersten beiden Raubkunst-Bilder aus der Sammlung von Cornelius Gurlitt können an die Erben der früheren jüdischen Besitzer herausgegeben werden.

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Die zuständige Rechtspflegerin habe dies gestern genehmigt, teilte das Amtsgericht München mit. Der Nachlasspfleger hatte die Herausgabe von Max Liebermanns "Zwei Reiter am Strand" und Henri Matisses "Sitzende Frau" im März beantragt. Gurlitt war am 6. Mai 2014 gestorben.

Da um das Erbe des Kunstsammlers noch immer gestritten wird, mussten die möglichen Erben der Rückgabe zustimmen. An wen die Bilder gehen, wurde aus Datenschutzgründen nicht bekanntgegeben. Bei den Werken hatte sich aus Expertensicht der Verdacht auf Nazi-Raubkunst bestätigt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte die Verträge für die Rückgabe bereits vor Wochen unterschrieben.

Mindestens zwei weitere Gemälde stehen nach Abgaben von Grütters zur Herausgabe an Erben an. Auch bei "La Seine vue du Pont-Neuf, au fond le Louvre" von Camille Pissarro und bei dem Carl-Spitzweg-Bild "Das musizierende Paar" wurde der Verdacht auf Raubkunst bestätigt.

Laut einer Vereinbarung zwischen Deutschland und dem Kunstmuseum Bern als Erben der Sammlung liegt der Teil der Sammlung, der unter Raubkunst-Verdacht steht, in der Verantwortung des Bundes. Gurlitt hatte das Kunstmuseum Bern als Erben eingesetzt. Ob das Erbe tatsächlich an das Museum geht, ist noch nicht endgültig entschieden. Ansprüche hat auch eine Cousine erhoben, die derzeit um einen Erbschein streitet.

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