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Großer Preis für Film über große lesbische Liebe

Die Goldene Palme von Cannes geht in diesem Jahr an den Franzosen Kechiche für "La Vie dAdèle". Die Coen-Brüder werden für ihren Film "Inside Llewyn Davis" geehrt. Viele Stars gingen leer aus.

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  • Sieger-Küsschen: Lea Seydoux, Abdellatif Kechiche, Adèle Exarchopoulos. Foto: afp 1/2
    Sieger-Küsschen: Lea Seydoux, Abdellatif Kechiche, Adèle Exarchopoulos. Foto: afp
  • Glückwunsch: Ethan Coen, Carey Mulligan, T-Bone Burnett. Foto: dpa 2/2
    Glückwunsch: Ethan Coen, Carey Mulligan, T-Bone Burnett. Foto: dpa
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Den Hauptpreis des wichtigste Filmfestivals der Welt, die Goldene Palme, sprach die Jury um Präsident Steven Spielberg in der Gala an der Croisette am Sonntagabend dem französischen Beitrag "La vie d"Adèle" zu. Die Auszeichnung wurde an den Regisseur Abdellatif Kechiche und seine beiden Hauptdarstellerinnen Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux vergeben. Der Franzose hat mit seinem fast dreistündigen Film ein unglaublich stark gespieltes Porträt einer jungen Frau vorgelegt. Im Mittelpunkt steht die junge Adèle, die sich in Emma verliebt. Kechiche zeigt wie die beiden Frauen ein Paar werden und auch, wie sie sich im Laufe der Jahre voneinander entfernen. Ungewöhnlich sind die langen, ausführlich gezeigten Sex-Szenen der beiden Frauen.

Der Große Preis der Jury, der zweitwichtigste Preis, ging an "Inside Llewyn Davis" der amerikanischen Regie-Brüder Ethan und Joel Coen. Die mehrfachen Oscargewinner tauchen in ihrem Beitrag mit Justin Timberlake, Carey Mulligan, dem den Titelhelden verkörpernden Oscar Isaac und US-Musiker T-Bone Burnett in die Folkmusikszene der 1960er Jahre ab.

Damit gingen etliche Hoffnungsträger leer aus: Regie-Legenden Steven Soderbergh, Jim Jarmusch und Roman Polanski ebenso wie die einzige Frau unter den 20 Regisseuren, die ihre Filme eingereicht hatten, Valeria Bruni Tedeschi.

Am Nachmittag schon waren bei den 66. Internationalen Filmfestspielen die ersten Preise festgestanden. In Nebenreihen wie der renommierten Sektion Un certain regard gewann "The Missing Picture" (Das fehlende Bild) des Kambodschaners Rithy Panh über die Geschichte seiner Heimat, insbesondere der gewalttätigen Herrschaft der Roten Khmer in den 70er Jahren. Der Preis der Jury um den dänischen Regisseur Thomas Vinterberg ging an den Palästinenser Hany Abu-Assad für sein Drama "Omar".

In der Cinéfondation zeichnete die Jury um Regisseurin Jane Campion die besten Studentenfilme aus. Der mit 15 000 Euro dotierten Hauptpreis geht an die Iranerin Anahita Ghazvinizadeh für "Needle", einen Film über den Kampf eines Mädchens gegen seine Eltern.

Den Preis der Ökumenischen Jury erhält Asghar Farhadis "Le Passé", dessen Hauptdarstellerin einen Preis einheimste - "ein durch und durch menschliches, tief bewegendes und dicht inszeniertes Drama", befand die Jury. Lobende Erwähnungen sprach auch sie dem japanischen Beitrag "Wie der Vater, so der Sohn" und "Miele" der italienischen Regisseurin Valeria Golino über das Thema Sterbehilfe aus.

Als zweitletzter hatte am Freitagabend der US-amerikanische Autorenfilmer Jarmusch "Only lovers left alone" vorgestellt, eine Liebesgeschichte zwischen zwei Vampiren mit Tilda Swinton. Am Samstag war der Wettbewerb mit Polanskis Erotikkomödie "Venus im Pelz" zu Ende gegangen. Nach "Der Gott des Gemetzels" erneut die Adaption eines Theaterstücks mit seiner Ehefrau Emmanuelle Seigner.

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