Partner der

Filmfestival Cannes mit Filmen von Fatih Akin und Valeska Grisebach

|

Für alle, die auch ein Filmfestival als einen Wettstreit der Nationen, als eine Art „Eurovision Cinema Contest“ ansehen, die gute Nachricht zuerst: Sowohl im Wettbewerb um die Goldene Palme als auch in der prestigeträchtigen Nebenreihe „Un Certain Regard“ sind in Cannes dieses Jahr deutsche Regisseure vertreten.

Bereits zum zweiten Mal konkurriert Fatih Akin mit, der hier 2007 mit seinem Film „Auf der anderen Seite“ fürs Drehbuch ausgezeichnet wurde und nun den mit Ulrich Tukur und Diane Krüger besetzten „Aus dem Nichts“ ins Rennen schickt. Für die in Bremen geborene Valeska Grisebach ist es dagegen das erste Mal an der Croisette. Ihr Film „Sehnsucht“ machte 2006 im Wettbewerb von Berlin von sich reden. Mit „Western“, ihrer erst dritten Regiearbeit, tritt sie im „Certain Regard“ an.

Als Festivalleiter Thierry Frémaux Ende April das Programm vorstellte, machte schnell das Wort vom vielversprechendsten Jahrgang seit langem die Runde. Und das, obwohl mit Ausnahme des Österreichers Michael Haneke kein einziger vormaliger Goldpalmengewinner im Wettbewerb vertreten ist. Haneke, der seinen neuen Film „Happy End“ vorstellen wird, hat die Chance, der erste Regisseur zu werden, der zum dritten Mal den höchsten Preis des Festivals davonträgt.

Als der am heißesten erwartete Film gilt Sofia Coppolas Neuinterpretation des Südstaaten- und Bürgerkriegsromans „The Beguiled“, den Don Siegel 1971 schon einmal mit Clint Eastwood verfilmt hat. Mit Colin Farrell, Nicole Kidman, Elle Fanning und Kirsten Dunst hat Coppola eine hervorragende Besetzung zusammengestellt, die schon jetzt für Oscar-Nominierungen gehandelt wird.

Fans des Genrefilms warten auf „Okja“, die neue Produktion des „Snowpiercer“-Regisseurs Bong Joon-ho, während die Liebhaber des amerikanischen Indie-Films auf Noah Baumbachs „The Meyerowitz Stories“ setzen, in dem Ben Stiller, Adam Sandler, Emma Thompson und Dustin Hoffman mitspielen.

Kontroverse um Netflix-Film

Die beiden letztgenannten Filme waren der Anlass für die erste scharfe Kontroverse in diesem Jahr: Beide Filme sind vom Streaminganbieter Netflix produziert, der Filme anders als Amazon fast nur als „Video on Demand“ und nicht im Kino anbietet.

Nach einem Aufschrei vor allem der französischen Kinobranche sah sich das Festival in Cannes zu einer Änderung des Reglements genötigt: In Zukunft dürfen nur noch Filme im Wettbewerb laufen, die auch in französischen Kinos starten werden.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Eine Anleitung zum Erforschen der Zukunft

Über eineinhalb Stunden gelang es Ulrich Eberl bei der Auftaktveranstaltung im Kronenzentrum seine Zuhörer zu faszinieren. weiter lesen