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Domizil für die "internationalste Sammlung"

Mehr Live-Performances, mehr Installationen, mehr weibliche und nicht-europäische Künstler: Die Tate Modern in London erfindet sich neu - und wird dafür um einen spektakulären Neubau erweitert.

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Computer-Simulation des neuen Anbaus der Tate Modern in London.  Foto: 

Die Tate Modern, Londons berühmtes Museum für Moderne Kunst, hat ihr Konzept einer umfassenden Neugestaltung vorgestellt. Mit einem spektakulären Neubau und neu konzipierten Ausstellungsräumen soll das Museum in die Gegenwart geführt werden. Das heißt: mehr Live-Performances, mehr Installationen, mehr weibliche und nicht-europäische Künstler. Gleichzeitig will das Museum ein Treffpunkt sein, Platz zum Ausruhen und zum Austausch bieten. Am 17. Juni wird die "New Tate Modern" mit einem dreiwöchigen Sonderprogramm eröffnet.

Für die Umgestaltung wurde das Museum, das in einem alten Kraftwerksgebäude am Themseufer beherbergt ist, um einen Neubau erweitert. Beinahe so hoch wie der Schornstein der alten "Bankside Power Station" ragt das neue Bauwerk dahinter auf. Ein rechteckiger Bau, aus dem in zwei verschiedenen Winkeln Pyramiden herauszufallen scheinen. Darin werden Werke aus einem Zeitraum von 1960 bis heute gezeigt. Doch auch das alte Kraftwerk wurde komplett umgestaltet: Hier werden zwar weiterhin moderne Klassiker wie die Werke von Henri Matisse und Salvador Dalì zu sehen sein, aber in neuer Weise und mit mehr Platz aufbereitet.

"Das ist die internationalste Sammlung der Welt in einem Gebäude, das extra für sie entworfen wurde", schwärmt Direktorin Frances Morris in einer Pressekonferenz. Etwa 40 Prozent der Ausstellungsstücke in der neuen Tate Modern wurden bisher noch nie gezeigt. So werden zum Beispiel Grafiken von Joseph Beuys erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wenn das rund 327 Millionen Euro teure Projekt am 17. Juni offiziell eröffnet wird, befindet sich die Tate Modern für drei Wochen im Ausnahmezustand. Mit täglichen Live-Performances und verlängerten Öffnungszeiten soll die Wiedergeburt einer der größten Touristenattraktionen der britischen Hauptstadt gefeiert werden.

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