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Bewaffnete Männer rauben Kunstschätze

Das Olympia-Museum wurde überfallen, die Diebe erbeuteten 60 antike Stücke. Durch die Finanzkrise fehlen in griechischen Museen Wachleute.

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Überfall auf ein Museum im antiken griechischen Olympia: Zwei maskierte und bewaffnete Männer drangen am Freitagmorgen in das Museum ein, überwältigten den einzigen Wächter und fesselten ihn an einen Stuhl. Dann zertrümmerten sie zahlreiche Glasvitrinen und entwendeten etwa 60 antike Ausstellungsstücke aus Bronze und Keramik sowie einen Goldring. Welchen Wert die erbeuteten Stücke haben, war zunächst unklar. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Die Sicherheitsvorkehrungen in anderen griechischen Museen wurden verschärft. Die Räuber hätten gebrochenes Griechisch gesprochen und ihn mit einer Pistole bedroht, berichtete der Wächter der Polizei. Sie seien vor allem auf der Suche nach Gegenständen aus Gold gewesen.

Der Ende der 1880er Jahre errichtete klassizistische Museumsbau, der von den deutschen Architekten Friedrich Adler und Wilhelm Dörpfeld entworfen wurde, beherbergte früher archäologische Funde aus dem antiken Olympia, bis diese 1970 in einen benachbarten Neubau überführt wurden. Heute ist in dem Gebäude, das auch als Altes Archäologisches Museum bezeichnet wird, eine Sammlung zur Geschichte der Olympischen Spiele in der Antike untergebracht.

Der griechische Kulturminister Pavlos Geroulanos begab sich gestern nach Olympia, um sich vor Ort zu informieren. Zuvor hatte er dem Ministerpräsidenten Lucas Papademos seinen Rücktritt angeboten.

Der Premier habe noch nicht entschieden, ob er die Demission annehme, sagte der griechische Regierungssprecher. Bereits im Januar war Geroulanos unter Beschuss geraten, als unbekannte Täter in die Athener Pinakothek eindrangen und mehrere Gemälde entwendeten, darunter wertvolle Bilder von Pablo Picasso und Piet Mondrian.

Kritiker warfen dem Kulturminister vor, die Pinakothek sei unzureichend gesichert gewesen. Wegen der Schuldenkrise des Landes wurde der Etat des Kulturministeriums 2011 um 22 Prozent gekürzt. Infolge Personalmangels haben zahlreiche Museen und archäologische Stätten bereits ihre Öffnungszeiten reduziert. Im archäologischen Nationalmuseum in Athen sind ganze Säle für die Besucher geschlossen, weil es wegen finanzieller Engpässe an Wachpersonal fehlt.

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