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8000 historische Bauwerke öffnen Türen für Besucher

Barbara Hendricks betonte bei der zentralen Eröffnung des Denkmal-Tages in Augsburg die europäische Bedeutung des Denkmalschutzes.

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Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hat dazu aufgerufen, den Erhalt von Kulturdenkmälern „noch stärker zu einer gemeinsamen europäischen Sache zu machen“. Der Schutz des baulichen Erbes sei ein gemeinsames Anliegen aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union, sagte Hendricks gestern zum Tag des offenen Denkmals in Augsburg: „Wir sollten das gemeinsame bauliche Erbe viel stärker nutzen, um den Zusammenhalt in Europa zu stärken.“

In ihrer Eröffnungsrede wies die Ministerin darauf hin, dass die Europäische Kommission das Jahr 2018 zum „Europäischen Kulturerbejahr“ machen wolle. Auch Deutschland werde sich daran beteiligen. Das Kulturerbejahr solle unter dem Motto „Sharing Heritage“ die „gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas herausstellen“, erläuterte Hendricks. Mit einem Kongress im Dezember dieses Jahres werde Deutschland das Kulturerbejahr mit vorbereiten.

Bundesweit hatten am Tag des offenen Denkmals rund 8000 historische Bauwerke und kulturelle Stätten ihre Türen geöffnet. Dies sei eine Rekordzahl, sagte Wolfgang Illert, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die den Tag koordiniert. Rund vier Millionen Besucher haben in ganz Deutschland bei meist strahlendem Spätsommerwetter den Tag zu Streifzügen in die Vergangenheit genutzt.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz, Jörg Haspel, hob die Rolle des Staates beim Denkmalschutz hervor: Dass Private und Ehrenamtliche sich im öffentlichen Interesse engagierten, bedeute nicht, „dass der Staat sich aus seiner Verantwortung für das kulturelle Erbe zurückziehen darf“. Dies gelte derzeit mehr denn je, erläuterte Haspel: „Nie waren Identität und Heimat bietende und bildende Denkmäler so wertvoll wie heute in einer von rasanten Veränderungen geprägten Welt.“

In Baden-Württemberg fand die zentrale Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals in Schwetzingen statt. Nach zweijähriger Schließung sind dort die historischen Räume des Schlosses wieder für Besucher zugänglich. Die Sanierung der Außenfassade war bereits im Juni für rund 1,1 Millionen Euro abgeschlossen worden. „Das Schloss ist nun wieder so zu sehen, wie es im frühen 19. Jahrhundert war“, erklärte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne).

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