Partner der

Zwölf Erlebnisführer erlangen pädagogische Zusatzqualifikation

Der Weingärtner Dietmar Ott gehört den ersten ausgebildeten Weindozenten im Land. Nur zwölf Weinerlebnisführer dürfen diesen neuen Titel ab sofort tragen.

|
Dietmar Ott aus Hohenhaslach ist einer der ersten, der die Zusatzqualifikation erhalten hat. Foto: Erlebgnistour  Foto: 

Dietmar Ott ist ein Wengerter mit Leib und Seele. Der Weinanbau auf dem eigenen Weingut in Hohenhaslach ist für ihn nicht nur ein Geschäft, sondern eine "ganz besondere Leidenschaft" - und zwar eine, die er gern mit anderen Menschen teilt.

Deshalb ist Ott seit geraumer Zeit ein anerkannter Weinerlebnisführer. Das heißt, er führt Gruppen durch die Weinberge, erklärt Anbau und Sortenvielfalt, veranstaltet Weinproben und kleine Seminare sowie im Herbst sogenannte Weinlese-Events. Die Buchungen können sich sehen lassen: Auf insgesamt mehr als ein Dutzend Veranstaltungen brachte es Ott allein im vergangenen Jahr.

Jetzt hat der Hohenhaslacher diese erfolgreiche Nebenbeschäftigung professionalisiert und die Qualifikation zum Weindozenten erfolgreich abgeschlossen. Er gehört damit zu den zwölf ersten Weinerlebnisführern im Land, die jetzt offiziell über Wein auch dozieren dürfen. Der Lehrgang wurde erstmals von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg und dem Weinbauinstitut Württemberg angeboten. Ziel sei es, der gestiegenen Nachfrage nach Weinseminaren in der Württembergischen Weinwirtschaft gerecht zu werden.

Der Wissensdurst rund um das Thema Wein wachse ebenso wie die Anforderungen an Weinproben, heißt es in einer Mitteilung aus Weinsberg.

Für Dietmar Ott und seine frisch gekürten Weindozenten-Kollegen bedeutet dies, dass sie jetzt zum Beispiel Kurse bei den Volkshochschulen anbieten können, aber auch Fortbildungsveranstaltungen in der Gastronomie und im Handel. Auch in Berufsschulen können sie ihr Wissen nun weitergeben. Damit sind die Weindozenten so etwas wie die pädagogischen Botschafter des Württemberger Weins. Die Lehr- und Versuchsanstalt sowie das Weininstitut verstehen ihre Weindozenten als Multiplikatoren und Dienstleister.

Für die Zertifikate mussten sich die zwölf Teilnehmer, die aus mehr als 100 Weinerlebnisführern ausgewählt wurden, mächtig ins Zeug legen. 75 Stunden büffelten sie zeitgemäßes Weinwissen und wie man es fachgerecht an den Mann und die Frau bringt. Zur Prüfung gehörte dann die Ausarbeitung und Präsentation eines Seminars.

Für Dietmar Ott ist die gestiegene Nachfrage nach Weinbauwissen auch Ausdruck einer sich ändernden Weinkultur in Württemberg. Der Hohenhaslacher nennt dabei die bekannte Entwicklung. "Einst haben die Württemberger ihren Wein für sich selbst produziert. mehr ließen die Mengen auch nicht zu." Inzwischen sei der Druck ausländischer Produkte größer geworden, die Württemberger Weine hätten an Qualität zugelegt und seien nun auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. "Dem entsprechend ist auch der Informationsbedarf gewachsen", so Ott.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Wappen
Ludwigsburg

Sachsenheim

Einwohner: 18170 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74343
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 246 m ü. NHN
Bürgermeister Horst Fiedler

www.sachsenheim.de/

Nachrichten aus Ihrer Gemeinde

Meist gelesen
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Der Protest ist gewollt

Direkte Demokratie und die Folgen: Das Ringen um Mehrheiten kann man auch verlieren, sagt Umweltminister Untersteller. weiter lesen