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Zu wenig Interesse bei den Läufern – was jetzt?

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A4796/_Silas Stein

Für die Läufer und Interessenten am Kirbachtal- und Stromberg-Extrem-Lauf kam die Meldung zu Wochenbeginn aus heiterem Himmel: Die zwölfte Auflage am 7. Mai findet nicht statt. Die Organisatoren beim TV Ochsenbach (TVO) sind vom fehlenden Interesse in diesem Jahr generell auch überrascht, hatten sich aber auf die Absage einstellen müssen. „Wir haben schon in den vergangenen zwei bis drei Wochen gemerkt, dass sich die Anmeldezahlen schleppend entwickeln“, berichtet Mit-Organisatiorin Rahel Baumgärtner.

In den vergangenen Jahren hätten sich bis zur Voranmeldefrist immer rund 250 bis 300 Personen angemeldet. In diesem Jahr seien es lediglich 170 gewesen. „Und 45 davon beim Bambini- oder Schülerlauf“, weiß die TVO-Schriftführerin, die den Lauf gemeinsam mit dem Vorsitzenden, Volker Schoch, ins Leben gerufen hat. Bisher wären inklusive der Nachmeldungen immer zwischen 300 und 350 Läufer am Start. „Darauf zu hoffen, dass sich spontan noch 100 bis 150 für eine Teilnahme entscheiden, war uns dann doch zu heikel“, erklärt Rahel Baumgärtner, „wir mussten eine Entscheidung treffen.“ Schließlich hätten die rund 100 Helfer, die vornehmlich aus den Reihen des TVO kommen, diese Woche auch beginnen müssen, die Strecke vorzubereiten. „Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu den Anmeldezahlen“, sagt sie.

Es ist nicht der erste Rückschlag für den Kirbachtallauf: Wegen des neuen zeitgleichen Termin des Heilbronn-Marathons entschieden sich die Organisatoren 2012, vom Mai in den September auszuweichen. „Das gab uns einen Riesen-Dämpfer bei den Läuferzahlen“, erinnert sich die Organisatorin.  Unter anderem auch bei den Schülern, von denen sich einige vor den Sommerferien angemeldet, dies aber zu Beginn des neuen Schuljahrs offensichtlich vergessen hätten. Nach zwei Jahren war das Experiment vorbei und der Lauf wieder im Mai. Auch durch die geänderte Streckenführung 2014 habe der Lauf an Attraktivität verloren. Das Landratsamt, so Baumgärtner, hatte gewisse Straßensperrungen nicht mehr genehmigt. Seither geht es beim Extrem-Lauf zwar dreimal auf verschiedenen Wegen auf den Gipfel des Baiselbergs, aber überwiegend durch den Wald. „Früher hatte man einen tollen Panoramablick“, bedauert die Organisatorin.

Erst mal soll die Absage nur für dieses Jahr gelten. „Der Plan ist, dass wir nächstes Jahr wieder was machen.“ Doch wie es genau weitergehen soll, wissen die Organisatoren noch nicht. Diese Woche wollen sie erste Zukunftsgespräche führen. Neben Konkurrenzangeboten hätte in diesem Jahr auch noch das Thema Konfirmation eine Rolle gespielt. Wegen möglicher zeitlicher Konflikte war bereits der Start nach hinten verschoben worden – ohne Erfolg.

An anderen Stellschrauben zu drehen hält Rahel Baumgärtner derzeit für schwierig. Die Suche nach einem neuen Termin hatte sich bereits im Zuge des Ausweichens vor dem Heilbronn-Marathon als Problem erwiesen. „Im Sommer ist im Kirbachtal jedes Wochenende eine andere Veranstaltung.“ Hinzu kommen auch diverse Lauf-Events in der Umgebung, auf die man ebenfalls Rücksicht nehmen muss. Ebenso problematisch gestaltet sich eine Umgestaltung des Laufangebots. „Klar, das Nordic Walking könnten wir eventuell weglassen. Da hatten sich in diesem Jahr zwei Personen angemeldet“, sagt Rahel Baumgärtner. Auch die Zusammenlegung des 13- und 7-Kilometer-Laufs sei denkbar. Erleichterungen in der Organisation bringe das aber kaum. Denn die Strecken verlaufen oft ohnehin parallel.

Außer man ließe den 54 Kilometer lange Extremlauf weg. Doch der scheint unantastbar. „Das ist der Lauf, der uns überregional bekannt gemacht hat. Da kommen die Ultraläufer aus vielen Ländern. Wir sind in der Szene ein Begriff geworden“, merkt die Organisatorin an. Viele nutzen die Höhenprüfung im Kirbachtal als Training für weitere Wettkämpfe. „Den wegfallen zu lassen, wird schwierig. Dann wären wir regional begrenzt.“

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