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Wirtschaft: Valreás will sich neu aufstellen

Valréas ist hübsch, aber strukturschwach. 20 Prozent Arbeitslosigkeit herrschen in der Sachsenheimer Partnerstadt. Aber es gibt neue Ideen.

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16 sind geblieben. Für den Valréaser Bürgermeister Patrick Adrien ist das ein starker Anfang. 21 neue Geschäfte sind im vergangenen Sommer in der Innenstadt angesiedelt worden. Ein Jahr später sind 16 Ladenlokale noch gefüllt. Und es sollen mehr werden. Denn Valréas kämpft gegen Leerstände im Ortszentrum. Immer wieder müssen Einzelhändler und Gastronomen aufgeben. Die Gegend ist strukturschwach. Seitdem die ehemals florierende Kartonagen-Produktion in der Sachsenheimer Partnerstadt eingestellt wurde, herrscht Arbeitslosigkeit. Von 20 Prozent spricht Adrien. Vor allem Einwanderer aus Nordafrika seien betroffen.

Hauptsächlich lebt Valréas vom Weinbau. Etwa 50 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen rund um die Stadt sind mit Traubenreben bepflanzt, schätzt der Winzer Emmanuel Bouchard. In Valréas werde die Hälfte aller Weine der Papst-Enklave, zu der auch die Kommunen Visan, Grillon und Richerenches gehören, gekeltert.

Nun will Stadtoberhaupt Adrien auch andere Zweige stärker ausbauen. Im Blick hat er zum einen den Tourismus. So wird das Stadtschloss Château de Simiane, der Verwaltungssitz, sukzessive zum Touristenmagnet ausgebaut. „Seit 2008 wird es Zimmer für Zimmer erneuert. Jedes Jahr ist ein neuer Saal an der Reihe“, erklärt er. Handel und Gastronomie sollen auch weiter angekurbelt werden. Laut Adrien hat der Gemeinderat bereits den Beschluss gefasst, sich bald mit dem Sachsenheimer BdS zum Austausch zu treffen.

Große Chancen sieht Adrien zudem in puncto Kosmetik; ein Wirtschaftszweig, der wiederbelebt werden soll. 19 Kommunen haben sich laut Adrien zusammengetan, darunter ist unter anderem Grasse, jene Stadt, in der Patrick Süßkinds „Das Parfum“ spielt. Unterstützung kommt von der Uni Avignon, die Experten entsendet. Finanziert werde das Projekt vom Département, von der Region und der EU. Laut Adrien könnte in Valréas ein Labor-Standort entstehen. Und auch die zum Erliegen gekommene Kartonagen-Produktion soll wieder aufleben.

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