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Wildbret hat Hochsaison

850 Hektar groß ist das Jagdrevier Großsachsenheim, um das sich Jagdpächter Uli Wanderer und sein Jagdaufseher Stefan Ott mit insgesamt zehn Jägern kümmern. Gerade in der Herbstzeit haben sie viel zu tun, denn frisches Wildbret ist begehrt.

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Die Aufnahme zeigt Jäger Stefan Ott (rechts) mit Jagdpächter Ulrich Wanderer und Hund Falco.  Foto: 

In der Wildkammer des Jagdreviers Großsachsenheim im Gewerbegebiet Holderbüschle herrscht in den Herbstmonaten Hochbetrieb. "Leider ist es aus den Köpfen der Verbraucher nicht wegzubringen, dass hauptsächlich im Herbst und Winter Wildgerichte auf den Tisch kommen. Auch unser Wildbret findet in diesen Monaten regen Absatz. Dabei hält das Wildfleisch in der Tiefkühltruhe deutlich länger als beispielsweise Schweine- oder Rindfleisch. Doch inzwischen entdecken auch immer mehr Menschen, dass Wildfleisch auf dem Grill im Sommer eine echte Delikatesse ist, sodass Wildbret immer mehr ganzjährig gute Nachfrage genießt", betont Ott.

Der Bedarf an Wildbret aus dem Großsachsenheimer Revier ist zu Spitzenzeiten so groß, dass die Jäger ihn gar nicht decken können und Bestellungen ablehnen müssen. "Wir verkaufen ausschließlich an private Nutzer und profitieren dabei von unserer guten Internetseite, die viel Werbung für Wildbret macht. Außerdem pflegen wir unsere Kundendatei, die von Heilbronn bis nach Stuttgart reicht. Es gibt auch Kunden, die einmal im Jahr das Fleisch eines kompletten Wildschweins beziehen", so Ott.

Überhaupt ist das Fleisch des Schwarzwilds in jüngster Zeit in der Beliebtheitsskala der Feinschmecker stark gestiegen. "Es hat keinen ausgeprägten Wildgeschmack, ist ein sehr kräftiges und mageres Fleisch und ist ideal für den Grill. Vor allem jüngere Menschen entdecken das Fleisch des Wildschweins für sich. Bei uns muss auch niemand das Tier selbst ausnehmen oder portionieren. Wenn die Interessenten bei uns anrufen, können sie uns genau sagen, welche Stücke sie in welcher Größe möchten. Wir zerlegen das Fleisch entsprechend. Früher haben es die Jäger dagegen nur in kompletten Stücken abgegeben", erklärt Jagdaufseher Ott.

Bei wem zu Weihnachten ein Rehbraten auf dem Tisch stehen soll, der bestellt am besten jetzt schon bei den Sachsenheimern Jägern, damit er ganz sicher am 22. oder 23. Dezember sein frisches Wildbret abholen kann. Lieber als auf dem Teller beobachtet Jagdaufseher Ott dagegen die Wildtiere in seinem Revier, in dem er jeden Tag unterwegs ist. "Zu unserem Revier gehören 600 Hektar Feld und 250 Hektar Wald. Hauptsächlich kommen bei uns Rehwild und Wildschweine, aber auch Hasen, Füchse und Dachse vor", so Ott. Vor dem Winter müssen er und seine Kollegen noch alle 60 Hochsitze des Reviers auf ihre Sicherheit kontrollieren und gegebenenfalls ausbessern sowie die Lichtungen und Schneisen, an denen sich die Hochsitze befinden mähen und freischneiden. Zudem werden die sogenannten Kirrungen vorbereitet, bei denen das Wild mit Hilfe von Futter an bestimmte Plätze gelockt werden soll.

"In Baden-Württemberg dürfen wir junge Wildschweine bis 50 oder 60 Kilogramm, die nicht mehr von der Bache abhängig sind, das ganze Jahr jagen. Dies ist besonders in den Wintermonaten der Fall, wenn Schnee liegt und das Wild nicht mehr so aktiv ist wegen der geringen Energiereserven. Daher sollten auch Spaziergänger und Wanderer in der kalten Jahreszeit und vor allem in der Schonzeit zwischen April und Juni immer auf den Wegen bleiben, um das Wild nicht unnötig zu erschrecken", macht Ott deutlich.

Doch wenn Rehe, Wildschweine und Co. in der Dämmerung oder Dunkelheit durch Wald und Flur marschieren, laufen sie Gefahr Opfer von Wildunfällen zu werden. "Wir haben in unserem Revier zwei Unfallschwerpunkte, an der Straße zwischen Großsachsenheim und Hohenhaslach an der zweiten und dritten Kurve nach dem Ortsausgang Großsachsenheim sowie auf Höhe der Hunderennbahn an der Straße zwischen Großsachsenheim und Unterriexingen. An diesen Stellen kommt es in der Herbst- und Winterzeit jedes Jahr zu Unfällen", so Ott. Ist ein Wildunfall passiert, sollte rasch der zuständige Jagdpächter verständigt werden, der sich um das verletzte oder tote Tier kümmern wird. "Insgesamt liegt uns viel darin, das Bild der griesgrämigen Jäger, die im Wald Besitzer freilaufender Hunde anschnauzen, zu korrigieren. Wir haben in unserem Revier keinerlei Probleme und beantworten bereitwillig alle Fragen, die uns Spaziergänger stellen", unterstreicht Jagdpächter Ott. Mehr Informationen zum Jagdrevier gibt es im Internet.

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