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Widdumhof: Fachwerkgebäude in Kleinsachsenheim erhält mehr Büroräumlichkeiten

Mit Wehmut verabschiedeten sich die Kunsthandwerker vom Widdumhof. Das Fachwerkhaus soll nach den Plänen des Eigentümers mehr wirtschaftlichen Zwecken zugeführt werden.

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Der Kunsthandwerkermarkt lockte viele Besucher in den Widdumhof. Der Eigentümer hat für die Zukunft neue Nutzungsmöglichkeiten im Blick.  Foto: 

Mit "Frühlingserwachen" überschrieb Kirsten-Günter Raugust den Kunsthandwerkermarkt, der am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Besucher zum Widdumhof nach Kleinsachsenheim lockte. Der Eigentümer will jedoch das stilvoll renovierte Fachwerkgebäude als Marktort einschlafen lassen. Nach den Plänen von Raugust sollen weitere Büroräumlichkeiten im Haus geschaffen werden. Der Unternehmer hat bereits selber im obersten Stockwerk für seine Firma zwei Büros eingerichtet, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung am Samstag anmerkte. Den seit Wochen kursierenden Gerüchten in Sachsenheim, in denen von einem Verkauf des Gebäudes gesprochen wurde, trat der Eigentümer entgegen. "Da war noch nie die Rede von meiner Seite", so Raugust, der am Wochenende bestens gelaunt in der Küche schwäbische Spezialitäten für die Gäste zubereitete. Das "Cafe Schief", die gemütliche gastronomische Einrichtung wird weiterhin erhalten bleiben. In Abständen sollen Kabarettveranstaltungen und Most-Besenabende ihr Publikum finden. Auch einen Weihnachtsmarkt im Hof des altehrwürdigen Gebäudes, das ursprünglich zum nahegelegen Kloster Rechentshofen bei Hohenhaslach gehörte, kann sich Raugust durchaus vorstellen.

Die denkmalgeschützte Haus mit Scheune und Hof hatte die Stadt Sachsenheim 1981 erworben. Der ortsbildprägende Widdumhof war zuvor im Besitz der Familie Baumgärtner. Im Jahr 2008 erwarb Raugust die Immobilie und sanierte mit viel persönlichem Engagement und Ambitionen für museale Zwecke und Markttreiben für Kunsthandwerk. Auch Betriebsräume wurden geschaffen, der Scheunenteil diente als Lagerräumlichkeit. Der 2008 im neuen Glanz erstrahlte Widdumhof wurde zum beliebten Gastgeberort für Kunsthandwerkermärkte, die Liebhaber aus der gesamten Region anzogen. Ebenso angereist, kam eine Vielzahl von Marktteilnehmer nach Kleinsachsenheim.

Für die 20 teilnehmenden Kunsthandwerker gestaltete sich das vergangene Wochenende mit Wehmut. "Alle 13 Märkte war ich dabei, es war immer eine sehr angenehme Atmosphäre", meinte Gerlinde Schlözer aus Ensingen, die kreative Ideen aus Stoff und Holz anbietet, und diesmal handgemachte Figuren für das Osterfest ausstellte. Der Widdumhof als Marktort wird fehlen, sieht auch Elfriede Dietterle aus Kleinsachsenheim eine Lücke aufkommen. Die Kunsthandwerkerin, die Keramik für Haus und Garten fertigt, hatte sich daran gewöhnt, immer ein "tolles Heimspiel" im Hof des liebevoll gestalteten Anwesens zu haben. "Das letzte Mal", davon ging Ute Werner aus Bad Friedrichshall ebenfalls aus. Mit bisher zwei Beteiligungen am Kunsthandwerkermarkt, um ihre handgefilzten floralen Wohnaccessoires zu verkaufen, hatte sie das sehr schöne Ambiente liebgewonnen. Man fühle sich willkommen, so die Künstlerin. Diesen Eindruck wollte Brigitte Dreßler gleichfalls bestätigen. Obwohl die "Pflanzenfee" aus dem Vaihinger Stadtteil Riet, die Wildkräuter aus der Natur zu Likör, Fruchtaufstrich, Tee oder Suppen verarbeitet, zum ersten Mal im Widdumhof präsent war.

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