Partner der

Wengerter sagen Fest ab

Es hätte ein kultureller Höhepunkt in Sachsenheim sein sollen, nun ist das Wengertfest in Hohenhaslach aber abgesagt worden. Offenbar waren sich die Stadt und die Weinbauern in puncto Konzept nicht einig.

|

Wenige Tage vor Weihnachten ist in Sachsenheim das städtische Kulturprogramm für 2015 vorgestellt worden. 17 Veranstaltungen sind unter dem Motto "Licht und Kultur" in dem Heftchen aufgeführt, das im gesamten Stadtgebiet verteilt wurde. Eines der Sommerhighlights: das "Wengertfest am Pfefferberg" am 27. Juni. Am Mittwochmorgen ist die Veranstaltung von der Stadtverwaltung abgesagt worden. Ein knapper Satz wurde per E-Mail verschickt.

Die Wengerter selbst haben ihre Teilnahme am Fest der Stadtverwaltung gestrichen, bestätigt Reinhard Baumgärtner vom Panoramaweingut. Zum einen haben es Unstimmigkeiten über den Zeitpunkt der Veranstaltung gegeben. "Das war alles zu kurzfristig", sagt er über die Feier, die seit Ende 2014 beworben wurde. Der Juni sei nicht ideal, "da ist es zu heiß und das Arbeitsaufkommen im Weinberg ist hoch". Und auch in Sachen Konzept hätten sich die Vorstellungen der Kulturbeauftragten Andrea Fink und der Winzer letztlich nicht getroffen, sagt Silvia Ott aus dem Hohenhaslacher Weingut Kurt und Dietmar Ott.

Im städtischen Programmheft werden ein schwäbischer Dudelsackspieler, drei Alphornisten, ein Lichtpfad hinauf zum Pfefferberg und verschiedene Degustationsstände angekündigt. "Die Wengerter hatten spontan zugesagt, ohne dass sie Details kannten. Das war vor der Drucklegung des Kulturprogramms", erklärt Nicole Raichle, die Sprecherin der Stadtverwaltung. Vor ein paar Wochen, als man sich zusammengesetzt habe, um Details zu planen, seien Zweifel seitens der Weinbauern aufgekommen. "Dann kam die Diskussion auf die Wetteranfälligkeit der Idee, und es wurde bezweifelt, dass bei schlechtem Wetter die Kosten gedeckt werden könnten", so Nicole Raichle. Zudem, sei bis zuletzt unklar gewesen, wie man Strom, Wasser und Toiletten auf dem Pfefferberg organisieren soll. Beide Wengerter, Reinhard Baumgärtner und Silvia Ott, kritisieren die Planung der Stadt. Dort habe man sich das alles wohl zu leicht vorgestellt. "Wenn man gemeinsam was macht, dann muss es etwas sein, von dem die Leute nachher sagen, das war gut", findet Reinhard Baumgärtner. Deswegen hätten er und seine Kollegen die Reißleine gezogen.

Dass die Veranstaltung nun wenige Tage vor dem geplanten Termin abgesagt wird, ist "ein bisschen unglücklich", bekennt Silvia Ott. Der Wengerter Friedrich Baumgärtner lässt noch eine Tür offen. "Vielleicht setzen wir uns nächstes Jahr nochmal zusammen." Und auch Nicole Raichle gibt der "guten Idee" für 2016 noch eine Chance.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

40. Todestag von Elvis Presley

An diesem Mittwoch jährt sich der Todestag von Elvis Presley zum 40. Mal. Musiker aus dem Landkreis sagen, was ihnen die Donnerhüfte aus Memphis bedeutet. weiter lesen