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Von Bläulingen, Faltern und Pfauenaugen

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Im Stadtmuseum dreht sich in der neuen Ausstellung alles um Schmetterlinge.  Foto: 

Schmetterling, du kleines Ding“ heißt es in einem Kinderlied. Genau um diese schillernden Insekten dreht sich die neue Ausstellung im Stadtmuseum Sachsenheim, die am Sonntag offiziell eröffnet wurde. „Es handelt sich um eine Wanderausstellung des Naturparkzentrums Stromberg-Heuchelberg, die wir um regionale Ausstellungsstücke ergänzt haben. So haben wir beispielsweise eine Ecke eingerichtet, in der es Wissenswertes über den Aufbau einer Seidenproduktion in Ludwigsburg zu lesen gibt“, erläutert Museumsleiterin Dr. Claudia Papp.

Herzog Carl Eugen war es, der Württemberg unabhängig von der Seidenproduktion im fernen China machen wollte. Daher versuchte er eine Seidenraupenzucht aufzubauen und Seidenmanufakturen anzusiedeln. Doch dieses Vorhaben war nicht von großem Erfolg gekrönt, denn die Maulbeerbäume, von deren Blätter sich die Seidenraupen ernähren, vertrugen das Klima hierzulande nur sehr schlecht.

„Wir werden auch echte Seidenspinnerraupen im Rahmen unserer Ausstellung präsentieren, denn in einem Teil können die Besucher in einem großen gläsernen Aufbau live miterleben, wie Raupen aus Eiern schlüpfen und sich später verpuppen“, erklärt Dr. Papp. Aber: Speziell die Seidenspinnerraupen werden erst später zu sehen sein, denn alle ersten Triebe der Maulbeerbäume sind dem Frost zum Opfer gefallen, sodass den Tieren nicht genug Nahrung zur Verfügung steht. Mit dem zweiten Austrieb der Bäume werden aber auch die Seidenspinnerraupen im Stadtmuseum Einzug halten.  „Die Interaktion ist uns sehr wichtig. Unter dem Motto „Hättest Du es gewusst?“ können die Besucher Holzklappen öffnen und erfahren Kurioses über Schmetterlinge“, macht Papp deutlich.

Fahnen und Banner, die auch im Außenbereich des Museums aufgestellt sind, stellen die kleinen Flügeltiere im Detail vor. Dabei erfahren die Besucher, dass Schuppenflügel und Rüssel die Schmetterlinge von anderen Insekten unterscheidet.  Die Besucher können durch spezielle Lupengläser blicken und dabei erkennen, wie die Schmetterlinge durch ihre Facettenaugen sehen.

Die Flügeltiere haben ebenso einen ausgeprägten Geschmackssinn, der rund 2000mal feiner ist als beim Menschen. Außergewöhnlich ist die Zunge des Insekts, die auf seinen Füßen sitzt und mit der er ganz fein schmecken kann. Seine Ohren befinden sich wie eine Membran auf dem Bauch. „Der Schmetterling wird regional auch ‚Milchdieb‘ oder ‚Buttervogel‘ genannt, da die Schmetterlinge früher gerne in die offenen Butterfässer geflogen sind“, so Dr. Papp.

Die Museumsleiterin verweist darauf, dass im Sachsenheimer Stadtgebiet vor allem im Kirbachtal noch zahlreiche Schmetterlinge vorkämen, denen jedoch durch radikal abgemähte Wiesen und viele Monokulturen immer mehr die Lebensräume genommen würden.

Die Ausstellung „Schmetterlinge – Kleine Wunder“ ist im Sachsenheimer Stadtmuseum noch bis 10. September zu sehen. Es gibt viele Sonderveranstaltungen wie eine Muttertagsführung mit Bewirtung im Außenbereich am 14. Mai ab 15 Uhr, eine Nachtfalterwanderung am Pfefferberg mit dem Experten Karl Hofsäss am 24. Juni ab 21 Uhr, eine Schmetterlingsführung im Kirbachtal am 30. Juli und 6. August jeweils ab 14 Uhr.

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