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  • Mitwirkende am 17. Sachsenheimer Wirtschaftsgespräch (von links): Moderator Nico Heubach, Sachsenheims Bürgermeister Horst Fiedler, Reinhart Gronbach (Schulleiter  Lichtenstern-Gymnasium), Timm Häberle (VR-Bank), Schülersprecherin Chiara Marsik, Willy Oergel (Breuninger), Moderatorin Fiona Eppler, Sachsenheims Wirtschaftsförderer Matthias Friedrich, Schüler Bruno Busse, Michael Haufler (Startup Stuttgart), Schülerin Leandra Kruty, Frank Kämmle (Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung) und BZ-Chefredakteur Andreas Lukesch.  1/3
    Mitwirkende am 17. Sachsenheimer Wirtschaftsgespräch (von links): Moderator Nico Heubach, Sachsenheims Bürgermeister Horst Fiedler, Reinhart Gronbach (Schulleiter Lichtenstern-Gymnasium), Timm Häberle (VR-Bank), Schülersprecherin Chiara Marsik, Willy Oergel (Breuninger), Moderatorin Fiona Eppler, Sachsenheims Wirtschaftsförderer Matthias Friedrich, Schüler Bruno Busse, Michael Haufler (Startup Stuttgart), Schülerin Leandra Kruty, Frank Kämmle (Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung) und BZ-Chefredakteur Andreas Lukesch. Foto: 
  • Rund 100 Besucher waren zu der Podiumsdiskussion am Lichtenstern-Gymnasium gekommen. Darunter viele Schüler, aber auch Stadträte und andere Interessenvertreter aus Sachsenheim. 2/3
    Rund 100 Besucher waren zu der Podiumsdiskussion am Lichtenstern-Gymnasium gekommen. Darunter viele Schüler, aber auch Stadträte und andere Interessenvertreter aus Sachsenheim. Foto: 
  • Auch die Tücken der Digitalisierung wurden deutlich: Schülersprecherin Chiara Marsik und Schulleiter Reinhart Gronbach wollten eigentlich ein Eröffnungs-Video auf der Leinwand zeigen. Da die Übertragung zwischen verschiedenen Betriebssystemen nicht funktionierte, traten sie spontan live auf. 3/3
    Auch die Tücken der Digitalisierung wurden deutlich: Schülersprecherin Chiara Marsik und Schulleiter Reinhart Gronbach wollten eigentlich ein Eröffnungs-Video auf der Leinwand zeigen. Da die Übertragung zwischen verschiedenen Betriebssystemen nicht funktionierte, traten sie spontan live auf. Foto: 
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Smart und vernetzt: Wie revolutioniert die Digitalisierung Wirtschaft und Arbeit?“ Diese Fragestellung diskutierten am Donnerstagabend Schüler des Lichtenstern-Gymnasiums mit Treibern und Gestaltern des digitalen Veränderungsprozesses. Rahmen war das 17. Sachsenheimer Wirtschaftsgespräch. Die vierte industrielle Revolution, oder Industrie 4.0, verändert Arbeitswelt, sowie Freizeit und Zusammenleben. Die Sachsenheimer Wirtschaftsgespräche werden veranstaltet von der Stadt Sachsenheim, dem Lichtenstern-Gymnasium und der Sachsenheimer Zeitung.

Rund 100 Leute folgen der Diskussion der hochkarätigen Runde. Auf dem Poduim Rede und Antwort standen: Timm Häberle, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Neckar-Enz, Michael Haufler, Gründer und Geschäftsführer der „scireum“ GmbH in Remshalden sowie stellvertretender Vorsitzender des Vereins Startup Stuttgart, Frank Kämmle, Leiter IT-Services beim Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart, und Willy Oergel, Vorsitzender der Unternehmensleitung der E. Breuninger GmbH.

Die Schüler-Moderatoren Fiona Eppler und Nico Heubach bekamen Unterstützung von Andreas Lukesch, dem Chefredakteur der Bietigheimer und Sachsenheimer Zeitung. Sie stellten den Experten dabei auch persönliche Fragen.

Alle tief in der digitalen Welt

Gleich zu Beginn wollte Fiona Eppler so von den Anwesenden wissen: „Inwiefern hat die Digitalisierung Einfluss auf ihren privaten Alltag genommen?“ Timm Häberle freute sich über leichteres Reisen dank Navigationssystemen, Michael Haufler äußerte sein Unverständnis darüber, dass rund 50 Prozent der Deutschen kein Online-Banking nutzen. IT-Spezialist Frank Kämmle brachte seine Freude zum Ausdruck, dass er von Berufswegen jede neue „Spielerei“ ausprobieren darf. Und Willy Oergel betonte die Vorteile der Kommunikation mit seinem Sohn, der mehrere 100 Kilometer vom Elternhaus entfernt wohnt.

Dann ging es ans Eingemachte: Breuninger-Unternehmensleiter Willy Oergel musste Nico Heubach die Frage beantworten: Wie kann man den stationären Handel noch retten? „Eine gute Frage“, gab er zu. Für einen Teil der Geschäfte sieht er schwarz. „Die starken Standorte, Städte und Institutionen werden das Rennen machen“, ist seine Überzeugung. Ähnliche Veränderungen sieht Timm Häberle auch bei den Banken. Er betrachtet die Digitalisierung aber weniger als Bedrohung denn als Chance. Nur so seien aus seiner Sicht wohl die Veränderungen durch Regulierung und Niedrigzins überhaupt noch zu ändern. Wie die BZ mehrfach berichtete, wird die VR-Bank einige Filialen schließen oder einschränken, verspricht dafür aber die Betreuungszeit auszubauen.

Bereits in seinen Begrüßungsworten hatte Sachsenheims Bürgermeister Horst Fiedler darauf hingewiesen, dass auch die Kommunen eine immer stärkere Digitalisierung erfahren. Für Frank Kämmle ist im Kommunalwesen auch eine Anpassung der Gesetze nötig. Vor allem mit Hinblick auf einen drohenden Mangel an Verwaltungsfachkräften. „Ich erwarte, dass wir zukünftig nicht alles genehmigen müssen, wie wir es heute müssen.“

Eine große Rolle in der Diskussion nahm auch das Thema Sicherheit ein. So musste BZ-Chefredakteur Andreas Lukesch mächtig schlucken, als im Ban­kier Timm Häberle erläuterte, dass just in diesem Moment jemand eine Überweisung von ihm mit gefälschter Unterschrift in den Briefkasten seiner Bank werfen könnte. Worauf der Experte hinaus wollte: „Die Online-Welt ist viel sicherer. In der realen Welt haben wir täglich Betrugsfälle.“ Ein bisschen sei es in der digitalen Welt so wie beim Thema Flugzeuge: „Sie gelten als sicherstes Verkehrsmittel. Wenn aber mal eines abstürzt, ist der Schaden groß.“

Einen negativen Aspekt brachte Sachsenheims Bürgermeister Fiedler ein: „Die digitale Revolution passiert nicht in unseren Händen, sondern durch Großkonzerne, die nicht unserem Recht unterliegen. Das macht mir große Sorgen.“ Ob die digitale Revolution nun bereits in vollem Gange ist, oder ob sie gerade erst begonnen hat, darüber waren sich die Referenten nicht ganz einig. Die Möglichkeiten und Herausforderungen werden uns jedenfalls noch eine ganze Weile beschäftigen.

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Sachsenheim

Einwohner: 18170 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74343
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 246 m ü. NHN
Bürgermeister Horst Fiedler

www.sachsenheim.de/

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