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Vaihingen bleibt Fairtrade-Stadt

Vaihingen bleibt weitere vier Jahre Fairtrade-Stadt. Am Montag ist das Siegel erneuert worden. Zahlreiche Gastronomen und Händler machen mit.

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Seit zwei Jahren darf Vaihingen den Titel "Fairtrade-Stadt" tragen. Erneut wurde nun für die Stadt an der Enz die Urkunde verliehen, die besagt, dass unterm Kaltenstein der Handel mit fairen Produkten gefördert wird. Bescheinigt wird den Faitrade-Städten eine besondere Vorreiterrolle. Vaihingen war die 100. Stadt, die das Gütesiegel am 20. Oktober 2012 als Auszeichnung erhielt - zunächst für zwei Jahre. Am Montag gab es nun eine Verlängerung für weitere vier Jahre. Mittlerweile sind es über 250 Städte, die von "TransFair Deutschland" in Köln den Titel Fairtrade-Stadt führen dürfen. Nicht nur als Anerkennung, sondern Verpflichtung zu weiterem Engagement, sieht Oberbürgermeister Gerd Maisch die Auszeichnung. Der Verwaltungschef und die Steuerungsgruppe informierten am Montag über die Initiative "Fairtrade-Stadt Vaihingen an der Enz", was ein Projekt der "Lokalen Agenda 21", initiiert vom Weltladen Vaihingen, ist. "Der Wind bläst von vorne", so die Sprecherin der Steuerungsgruppe, Saskia Rudnau, die von viel Bildungs- und Aufklärungsarbeit in den Aktivitäten sprach. Es sei ein sehr langer Atem nötig, so Saskia Rudnau über das "kleine und engagierte Team", das eine noch breitere Basis schaffen möchte und daher weitere Kontakte zu Partnern in der Stadt knüpfen will.

Die Kriterien für die Ernennung zur Fairtrade-Stadt sind abhängig von der Einwohnerzahl. Die Basis dafür sind ein Gemeinderatsbeschluss und die Bildung einer Steuerungsgruppe. Für Vaihingen müssen sechs Geschäfte und drei Gastronomiebetriebe jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Mindestens eine Schule, eine Kirchengemeinde und ein Verein sollten entsprechende Produkte führen und zudem Aktivitäten auf die Beine stellen. Auch die Medien sind in den Kriterien verankert, mit Berichterstattungen über die Fortschritte der Fairtrade-Kampagne.

Über 20 Gastronomen und Geschäfte verkaufen und verarbeiten faire Produkte in Vaihingen. Ein breites Spektrum bildete sich mittlerweile, das weit über Kaffee, Kakao, Tee oder Bananen hinaus reicht. Auch die Vaihinger Stadtschokolade und der "Löwenkaffee" aus kontrolliert biologischem Anbau befinden sich darunter. Immer mehr gehören ebenso Baumwolle, Blumen oder gar Fußbälle zu den Produkten. Und genau hier sieht die lokale Steuerungsgruppe weiteres Potenzial. Heimische Unternehmen sollen angesprochen werden, den Fairtrade-Gedanken in das Firmenkonzept einzubinden. Dies mit entsprechenden Zertifikaten und Transparenz über Herkunft und verwendete Rohstoffe, der Kommunikation von Nachhaltigkeit, sozialem Engagement oder Weltoffenheit. Als "offizieller Partner der Fairtrade-Stadt Vaihingen" könnten sich Möglichkeiten für Werbeengagement und Öffentlichkeitsarbeit der Firmen ergeben, so der Gedanke. Die Stadt selber ist übrigens dabei Vorbildcharakter zu zeigen. Bei einem Jubiläum gibt es Blumen aus fairem Handel, ebenfalls Orangensaft und Kaffee, so der Oberbürgermeister. Zuletzt hatte der Gemeinderat die Friedhofsatzung geändert, und zwar dahingehend, keine aus Kinderarbeit hergestellten Grabmale zu verwenden.

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