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Theaterspaziergang zum Jubiläum

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Das künstlerische Team des Theaters unter der Dauseck mit (von links): Christine Gnann, Regie, Elif Veyisoglu, Schauspiel-Trainerin, Judith und Felicitas Phillipp sowie Bernd Schlegel, Vorsitzender.  Foto: 

Ich bin von Horváth als Autor schon ganz lange sehr begeistert. Dieses Stück ist gutes deutschsprachiges Volkstheater, und genau dies wollen auch wir vom Theater unter der Dauseck machen. Daher ist ‚Kasimir und Karoline‘ wie geschaffen für uns“, betonte Regisseurin Christine Gnann bei der Präsentation des neuen Stücks des Theaters unter der Dauseck. Vom 29. Juni bis zum 5. August 2018 will sie mit dem Team des Theaters das Bühnenstück bei insgesamt 18 Abendveranstaltungen aufführen. Spielen werden die rund 30 Mitwirkenden an den Wochenenden freitags und samstags ab 20 Uhr sowie sonntags ab 19 Uhr. Schauplatz des Geschehens wird vor allem der Festplatz auf der Oberriexinger Enz-Insel sein.

„Die Stadt feiert im kommenden Jahr ihr 1225-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird es eine Jubiläumsreihe ,Ori-Kultur’ geben, in welche unsere Aufführungen integriert sind“, machte Bernd Schlegel, der Erste Vorsitzende des Theatervereins, deutlich, der nach einer ehemaligen Burg hoch über dem Enztal bei Oberriexingen benannt ist.

Mitwirkende gesucht

Die Theaterbegeisterten, die vor rund 25 Jahren ihr erstes Stück „So a Metzelsupp“ zur 1200-Jahr-Feier der Enzstadt aufführten und hier 2007 mit „Daheim isch dahoim“ auch ihren ersten Theaterspaziergang im historischen Ortskern inszenierten, trafen sich am Samstag zu einer ersten Besprechung des neuen Projekts, für das weitere Laienschauspieler gesucht werden. Auch Kinder dürfen mitwirken. „Noch gibt es keinerlei Konzeption für unsere Inszenierung. Wir müssen das Stück noch für unseren Bedarf umarbeiten“, machte Gnann deutlich. Das Werk liefere ihr keine einfache Vorlage, unterstrich die Regisseurin, da es von der Materie her schwierig sei und keine großen Höhepunkte habe. „Auch der Dialekt der Hauptakteure ist nicht einfach, denn Horváth hat seine ganz eigene Sprache in einer Mischung aus Bayrisch und Wienerisch erfunden. Dies möchte ich gerne auch so umsetzen. Es gibt kein schwäbisches Mundartstück“, erläuterte Gnann.

Welche Schwerpunkte sie in der Geschichte setzen wird, weiß sie noch nicht, denn sie möchte die Rollen genau an die jeweiligen Darsteller anpassen. Einfach wird dies nicht, allerdings hält sie die Aussagen des Stückes in der heutigen Gesellschaft präsenter denn je. Der Chauffeur Kasimir und seine Verlobte Karoline wollen sich auf dem Oktoberfest amüsieren. Es ist die Zeit der Weltwirtschaftskrise, und die kleinen Leute kämpfen um ihre Existenz. Auch Kasimir hat seinen Job verloren, und seine Braut sieht sich auf dem Fest bald nach einem „Besseren“ um, den sie im Großkapitalisten, Kommerzienrat Rauch, findet. Kasimir wiederum droht auf die schiefe Bahn zu geraten. „Horváth hatte eine ganz besondere Art des Humors, mit dem er auf die kleinen Leute schaute. Die Akteure wissen nicht, wo sie ihren Platz in der Gesellschaft haben. Immer der, der am lautesten schreit, hat Recht. Ich fühle mich oftmals im Stück an die Aussagen und den Wahlerfolg der AfD erinnert“, bekennt Gnann.

Die unterschiedlichen Szenen des Stücks spielen auf dem Rummel, aber nicht mitten im Getümmel, sondern eher am Rande des Geschehens. „Wir werden diese Jahrmarkt-Fragmente aufgreifen“, schilderte Judith Philipp, die für das Bühnenbild und gemeinsam mit ihrer Mutter Felizitas auch für die Kostüme zuständig ist. Hauptschauplatz wird das große Festzelt sein, das die Mitglieder des Musikvereins Stadtkapelle Oberriexingen nach ihrem Inselfest, das kurz vor der Theaterpremiere stattfindet, stehen lassen werden. „Für diese Kooperation sind wir sehr dankbar. Aber die Szenen sollen nicht nur im Zelt selbst spielen, sondern auch in der Umgebung, eventuell sogar auf der Enzbrücke“, betonte Theater-Vorsitzender Schlegel. 120 bis 130 Besucher sollen pro Vorstellung, den Theaterspaziergang verfolgen können. „Die Wege werden kurz sein. Es wird viele Massenszenen geben“, verspricht Regisseurin Gnann. Probenstart wird nach Ostern ab 14. April sein. Bis dahin werden noch viele interessierten Schauspieler gesucht, die gerne auch ein Instrument spielen dürfen.

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