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Scholz erzürnt über Zweifel an Gutachten

Die Brand- und Lärmschutzmaßnahmen für die Parkebene beim Rathaus beschäftigen den Sersheimer Gemeinderat schon längere Zeit. Sehr zum Unmut von Bürgermeister Jürgen Scholz, der die Angelegenheit vom Tisch haben will.

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Blick auf das Parkhaus beim Sersheimer Rathaus. Hier stehen Brand- und Lärmschutzmaßnahmen an.  Foto: 

Das Thema Brandschutz für die Parkebene in der Schlossstraße beschäftigt den Gemeinderat in Sersheim bereits seit mehreren Monaten. Mit der Vergabe eines Maßnahmenpakets in der jüngsten Sitzung am Freitag kamen bei den Ratsmitgliedern nochmals weitere Fragen auf. Vor allem der Lärmschutz entfachte bei Roland Kögele eine gewisse Unzufriedenheit. Das UBS-Ratsmitglied wollte der Planerin Birgit Elbe-Luiz des Ludwigsburger Büros KMB eine Versicherung abringen. Er forderte von der Architektin eine Garantie, dass die festgestellten Schallwerte des Expertengutachtens nach den entsprechend ausgeführten Baumaßnahmen keinerlei rechtlichen Nachteile für die Gemeinde erwarten lassen. "Wir sollten die Planungen jetzt so angehen", trat indes der Bürgermeister Jürgen Scholz vehement für die vom Planungsbüro vorgeschlagenen Brandschutz- und Akustikverkleidungen ein. Schließlich seien die Maßnahmen als Grundlage für die Genehmigung beim zuständigen Amt eingereicht.

Erzürnt erinnerte Scholz daran, dass die Angelegenheit Parkebene bereits seit zwei Jahren diskutiert werde. "Nicht ständig alles infrage stellen, wenn gutachterliche Stellungnahmen dafür vorliegen", lautete die Bitte des Bürgermeisters. Es müsse so passen, wenn nicht, dann entscheide das Verwaltungsgericht darüber, so der Schultes, der die Verantwortung für einen funktionierenden Brandschutz in der gemeindeeigenen Parkebene trägt.

Rückblick: Die Schließung der öffentlichen Parkflächen in der Schlossstraße nahe der Notfallpraxis und dem Rathaus stand schon im vergangenen Jahr zur Diskussion im Ratsgremium. In puncto Brandschutz und Abluft gab es die Forderung der Brandschutzbehörde nach einer dringenden Nachbesserung. Die bislang bestehenden Abgrenzungswände seien nicht für große Feuer ausgelegt. Ursprünglich vorausgegangen waren Beschwerden der Anwohner wegen des Lärms in der angrenzenden Parkgarage. Durch die seitliche Öffnung dringe Krach in die Wohnungen. Die dazu veranlassten Untersuchungen der Gemeinde ergaben, dass der Brandschutz ebenfalls nicht mehr ausreichend gegeben ist. Die geöffneten Seiten der Parkgarage sollten zunächst geschlossen werden, was aber eine Entlüftung im 36 Stellplätze fassenden Areal notwendig macht.

Das erste vorgeschlagene Maßnahmenpaket umfasste rund 400.000 Euro. Von den Ratsmitgliedern als zu hoch empfunden, wurde eine Alternativplanung in die Wege geleitet. Die zunächst angedachte mechanische Entlüftung samt einem hohen Kamin mit Austausch der Oberlichter fand in der Sitzung zu Jahresbeginn keine Mehrheit. Nach längerer Diskussion stimmt das Gremium schließlich zu, einen Teil der Decke zu entfernen, damit keine mechanische Entlüftung erfolgen muss, sowie auf den Kamin zu verzichten. Des Weiteren beinhaltet der Vorschlag des Planungsbüros, sämtliche bisherigen Oberlichter zu entfernen und durch neue Öffnungen zu ersetzen, die mehr Luft durchströmen lassen. Außerdem sollen die seitlichen Öffnungen der Parkebene geschlossen und schallabsorbierende Deckenplatten angebracht werden. Die Kostenschätzung ging zunächst von 360.000 Euro aus. Nach Vergabe der Aufträge für die Sanierung der Parkgarage rechnet Kämmerer Matthias Hirner mit zirka 340.000 Euro. Als Haushaltsmittel sind im aktuellen Etat 335.000 Euro eingestellt.

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