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Oberriexinger Rat berät über Neubaugebiet "Schrannenäcker-Süd"

Am nördlichen Rand von Oberriexingen soll das Neubaugebiet "Schrannenäcker Süd" entstehen. Nach einer Diskussion im Ratsgremium ist jedoch noch unklar, wo drei Mehrfamilienhäuser ihren Platz finden.

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Am Ende der Großmoltenstraße, wo ehemals das Anbaufeld für das Römergetreide war, soll das Neubaugebiet entstehen.  Foto: 

Die frühzeitige Beteiligung ist abgeschlossen, daher machte sich der Oberriexinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung an die Abwägung der Stellungnahmen von Behörden und Bürgern zur Entwurfsplanung fürs Neubaugebiet "Schrannenäcker-Süd". Geht es nach Bürgermeister Werner Somlai, soll es möglichst bald realisiert werden. Nur 1,9 Hektar wurden der 3200-Einwohner-Stadt nach dem Flächennutzungsplan genehmigt. Die Ausweisung für Wohnbauerweiterung möchte die Stadt nun anpacken und damit der Nachfrage nach individuellem Wohnungsbau nachkommen.

In der Sitzung am Dienstag, zu der auch mehrere Anwohner gekommen waren, befasste sich der Rat mit den Planvarianten sowie mit den Stellungnahmen. Einsprüche, die das geplante Wohnbaugebiet infrage stellen, gab es von Behördenseite nicht. Auch nicht den Artenschutz betreffend. Es habe mehrere Begehungen eines Gutachters gegeben, der bis Ende des Monats eine entsprechende Expertise erstellt, so Planer Uwe Müller vom Ludwigsburger Architektenbüro KMB in der Sitzung. Mit 55 Einwohnern pro Hektar entspreche die Stadt Oberriexingen mit dem Baugebiet den Voraussetzungen des Flächennutzungsplans, wie Bürgermeister Somlai zum Thema Eigenentwicklung betonte. Baulücken in der Gemeinde seien zudem alle in privater Hand. Die Stellungnahmen der Bürger betrafen vor allem die Häusergeschosse, die Parksituation und Weggestaltung sowie die Platzierung der in den städtebaulichen Varianten vorgesehenen drei Mehrfamilienhäuser. Letztere sollen in der Kubatur angemessen entstehen, nicht mehr als jeweils fünf Wohneinheiten enthalten, hieß es in der Sitzung. Die weitere Nutzung des insgesamt 19.480 Quadratmetern umfassenden Baugebiets sieht 31 Einfamilienhäuser und ein Doppelhaus vor. Rund 110 Bewohner sollen im Neubaugebiet Platz finden.

Gerade zum Standort der geplanten Mehrfamilienhäuser hatten die Anwohner aber Bedenken geäußert. Vorgeschlagen wurde, diese Häuser an den nördlichen Rand des Baugebietes zu platzieren. Ratsmitglied Joachim Stecher konnte sich diesen Standort für die Mehrfamilienhäuser mit einer Ausdehnung bis zu 18 Metern durchaus vorstellen. "Sie passen nicht in das Baugebiet", sprach sich Roger Hess ebenso gegen die "großen Häuser" aus, was ihm den Beifall der Zuhörer einbrachte. Die Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen zu versehen, sah das Ratsmitglied schon kritisch. Es sei zu teuer für Investoren, so Hess. "Am Nordrand sind sie für mich eher vorstellbar", meinte ebenfalls Ratsmitglied Thomas Haverkamp zur Lage der Mehrfamilienhäuser.

Bürgermeister Somlai konnte die städtebauliche Beurteilung in den Wortmeldungen der Ratsmitglieder nicht teilen, verwies auf eine Entscheidung bei der Feststellung des Bebauungsplans. Ratsmitglied Stecher beharrte darauf, dass der nördliche Standort nicht in den Planvarianten untergeht und forderte die Ausarbeitung einer zweiten Variante. Einstimmig entschied sich das Ratsgremium für eine Ausarbeitung und Vorlage beider Varianten bis zur nächsten Sitzung.

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