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Neue Preise: Bücherei, Kita, Sauna

Der Sachsenheimer Gemeinderat hatte über einige Gebühren und Steuern zu entscheiden. Änderungen gibt's in der Bücherei, in Kitas, im Hallenbad und der Sauna, zudem bei der Vergnügungssteuer.

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Die Großsachsenheimer Stadtbücherei von außen. Die Nutzer müssen künftig pro Jahr mehr zahlen - jedoch nur einen Euro.  Foto: 

Die Gemeinderäte und die Stadtverwaltung sind sich einig: In Sachsenheim gibt es zu viele Geldspielautomaten. 95 sind es laut dem Kämmerer German Thüry, damit nehme Sachsenheim im Landkreis-Vergleich gemessen an der Einwohnerzahl Platz vier ein - und wenn nur mit Großsachsenheim gerechnet wird, wo sämtliche aufgestellt sind, sogar den Spitzenplatz. Mit dem Ziel, den Betrieb so unattraktiv wie möglich zu machen, hat der Gemeinderat am Donnerstag eine Erhöhung der Vergnügungssteuer von 20 auf 24 Prozent der Bruttokasse beschlossen.

Zudem gibt's in Sachsenheim künftig eine Sex-Steuer. Darunter fallen Etablissements, die man zur sexuellen Vergnügung aufsucht, etwa Swingerclubs. Die Betreiber müssen sechs Euro pro Quadratmeter Kontaktfläche, wie es im Beamtendeutsch heißt, zahlen. Zum Vergleich: Ludwigsburg erhebt zehn Euro pro Quadratmeter. Ebenfalls neu: Dart-Geräte werden in Sachsenheim künftig nicht mehr besteuert. Alles in allem rechnet der Kämmerer mit 140 000 Euro Mehreinnahmen im Jahr.

Die Gemeinderäte hatten noch mehr Gebührenentscheidungen auf dem Tisch. Auch die Bücherei hebt die Preise an, wenn auch sehr moderat. Die Jahres-Entleihgebühr wird künftig bei 14 statt 13 Euro liegen. Zudem wird eine neuer Tarif, eine Halbjahresgebühr in Höhe von acht Euro, eingeführt. Immerhin: Der Stadt bringt das zusätzlich 1000 Euro im Jahr in die Kasse.

Auch die Besucher des Hallenbades und der Sauna in Großsachsenheim müssen ab dem 1. Juli etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Die Preise waren zuletzt 2009 beziehungsweise 2011 erhöht worden, so Thüry. In der Zwischenzeit sei man bei der Stadt aber mit Kostensteigerungen konfrontiert. Vor allem die steuerliche Belastung für Saunabetriebe - der Steuersatz wurde von sieben auf 19 Prozent erhöht - schlage hier ordentlich zu Buche. Diese Kosten werden künftig an den Besucher weitergegeben. Einige Beispiele: Der Hallenbadeintritt für Minderjährige kostet bald 1,70 statt 1,50 Euro, 20 Cent zahlen auch Erwachsene mehr (künftig 2,70 Euro). Bei Zehnerkarten macht die Preissteigerung bei Kindern einen Euro und bei Erwachsenen zwei Euro aus. Die Sauna-Einzelkarte für Minderjährige wird künftig 11,60 statt zehn Euro kosten, bei Erwachsenen klettert der Preis um zwei auf 14 Euro. Mehreinnahmen für die Stadt: 10 000 bis 15 000 Euro im Jahr.

Auch bei den Elternbeiträgen fürs Kindergartenjahr 2015/16 tut sich was. Die Stadt orientiert sich dabei an den Empfehlungen der kommunalen Dachverbände, wie die Sachbearbeiterin Milena Riesner im Gemeinderat erläuterte. Vor allem der Ganztag sei "sehr kostenintensiv", und insgesamt deckten die Elternbeiträge nur 14 Prozent der Gesamtkosten, war in der Sitzung zu erfahren. Zwei Beispiele für die neuen Gebühren ab September: Eltern eines ein- bis zweijährigen Kindes zahlen für die zehnstündige Ganztagesbetreuung in der Krippe künftig 570 statt 504 Euro monatlich, dasselbe Angebot kostet bei Ü3-Kindern 281 statt 210 Euro. Doch nicht alles wird teurer: Für besonders kinderreiche Familien sinken die Beiträge teilweise. Rund 130 000 Euro im Jahr soll das Ganze der Stadt einbringen.

Info Die Übersicht der neuen Kindergartengebühren findet man online bei den Gemeinderatsunterlagen.

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