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Seniorentreff: Aus nach 18 Jahren

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  • Die 2. Vorsitzende Inge Frey (rechts) sprach in ihrer Dankesrede an die 1. Vorsitzende Erika William von „einer Klasse für sich“.  1/2
    Die 2. Vorsitzende Inge Frey (rechts) sprach in ihrer Dankesrede an die 1. Vorsitzende Erika William von „einer Klasse für sich“. Foto: 
  • Einer der Programmpunkte beim letzten Seniorentreff in der Kleinsachsenheimer Mehrzweckhalle: Schüler des Lichtenstern-Gymnasium führten das Theaterstück „Achtung Aufnahme“ auf. 2/2
    Einer der Programmpunkte beim letzten Seniorentreff in der Kleinsachsenheimer Mehrzweckhalle: Schüler des Lichtenstern-Gymnasium führten das Theaterstück „Achtung Aufnahme“ auf. Foto: 
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Auch an diesem Mittwoch hatte das 19-köpfige Organisationsteam des Seniorentreffs Kleinsachsenheim wie alle zwei Monate einen Nachmittag organisiert. Zum Abschluss kamen noch mal mehr als 200 Gäste – wie  üblich an Weihnachten. Dennoch war an diesem Tag alles anders. Denn den Treff wird es in Zukunft nicht mehr geben. Die Bereitschaft, mitzuorganisieren sei insgesamt zu gering, betont die 2. Vorsitzende, Inge Frey, gegenüber der BZ.

„Solange man neugierig ist, kann einem das Alter nichts anhaben!“ Unter diesem Motto wurde der Seniorentreff Kleinsachsenheim e.V. im November 1999 ins Leben gerufen. Seither ist Erika William die 1. Vorsitzende. Sie wird im kommenden Jahr 80 und ist gesundheitlich angeschlagen, die 2. Vorsitzende ist mittlerweile 68. „Wir sind alle 18 Jahre älter geworden“, stellt Inge Frey fest, „normalerweise sollten wir als Gäste kommen und nicht noch organisieren und arbeiten.“

Als die 1. Vorsitzende ihren Abschied verkündete, sei das auch das Ende des Seniorentreffs gewesen. „Wir haben gesagt: Es hat mit ihr begonnen, jetzt soll es mit ihr enden“, berichtet die 2. Vorsitzende. Zuvor war die Suche nach einer Nachfolgerin gescheitert. „Innerhalb des Arbeitskreises wollte sich das keiner mehr aufladen“, erklärt Inge Frey. Und auch die meisten der Besucher des Seniorentreffs seien schon älteren Jahrgangs. „Heute fühlt sich mit 65 ja keiner mehr alt. Die Leute haben alle noch ihr eigenes Programm, es sind kaum noch Leute nachgerückt.“ Schon die Besetzung des Organisationsteams sei regelmäßig schwierig gewesen, wenn jemand ausgeschieden war. Diese Größe sei aber notwendig gewesen, um die Veranstaltungen zu stemmen.

„Es fällt mir sehr schwer, aufzuhören, aber es geht einfach nicht mehr“, sagt Erika William selbst. Nicht nur sie habe mittlerweile mit der Gesundheit zu kämpfen: „Viele sind von Anfang an dabei, einige sind mittlerweile fast 90“, berichtet sie. Erinnerungen gibt es viele. Eine besondere ist aber der Auftritt des Männerballetts aus Steinheim gewesen. „Die waren gar nicht so einfach zu finden.“

„So, wie es Erika William gemacht hat, hätte es eh keiner weiterführen können“, ist sich die Stellvertreterin sicher, „sie hatte viele Verbindungen.“ Denn die 79-Jährige hat viele Jahre bei der Stadt „geschafft“. Zudem habe sie unzählige Stunden am Computer verbracht, um jedes Mal ein neues Programm auf die Beine zu stellen und die Veranstaltung zu organisieren. „Ich glaube, in den ganzen Jahren hat sich  kaum etwas wiederholt. Jeder Seniorentreff war ein Höhepunkt“, erklärt Frey. Gegen Ende hatte auch das Interesse an den Veranstaltungen ein wenig nachgelassen: Kamen anfangs laut Verein regelmäßig zwischen 120 und 130 Gäste, waren es am Ende nur noch knapp 100.  

Viel Show zum Schluss

Bei der Abschlussveranstaltung, die gleichzeitig die Weihnachtsausgabe war, fehlte traditionell der sonst obligatorische Vortrag. Dafür war der Unterhaltungsteil, bei dem nach Bekunden des Vereins „der Humor nicht zu kurz kommen soll“, umso umfangreicher: Los ging es mit einer weihnachtlichen Eröffnung des Orchesters der Eichwald-Realschule, gefolgt vom Theaterstück „Achtung Aufnahme“ des Lichtenstern-Gymnasiums: In einem Fernsehstudio wird von einer Familienfernsehserie Folge 723 (der Weihnachtsabend) gedreht. Während der Dreharbeiten entstehen lustige Szenen. Es folgte das Tanzstück „Scorpions Reloaded“ der Tanzschule Harry Hagen, den Abschluss machte der Gesangvereins LS. Damit schloss sich nach fast zwei Jahrzehnten das Kapitel des Kleinsachsenheimer Seniorentreffs. „Wehmut ist natürlich schon dabei. Aber es war auch eine tolle Zeit“, resümiert Inge Frey.

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