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Musikverein Ochsenbach feiert sein 60-jähriges Bestehen

Der Musikverein Ochsenbach hat sein 60-jähriges Bestehen mit einer Serenade gefeiert. Darin wurden Stücke vereinigt, die für den Verein eine besondere Bedeutung haben und Erinnerungen an Schönes, aber auch an Trauriges weckten.

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Festlich: die Jubiläums-Serenade anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Musikvereins Ochsenbach.  Foto: 

60 Jahre bewegte Geschichte liegen hinter dem Musikverein in Ochsenbach. Umrahmt wurde sie immer von Musik, die teils auch Schicksalsschläge wie den Verlust des Dirigenten durch einen tödlichen Verkehrsunfall begleitete. Diese für den Verein besonderen Werke ließen rund 50 Musiker am Samstagabend bei einer Serenade zum Jubiläum hören.

Die Liebfrauenkirche in Ochsenbach platze fast aus allen "Nähten". Nicht nur in die Kirchenbänke drängten sich die Zuhörer. Dicht an dicht saßen Klarinettisten, Saxofonisten oder Querflötisten im Altarraum. "Eigentlich wollten wir neben unserem Vereinsheim spielen, weil wir dort ja auch zu Hause sind, doch die Wetterlage war eindeutig", machte Vereinssprecherin Michaela Futterer deutlich.

Dirigent Jörg Weiß gestaltete einen musikalischen Querschnitt aus 60 Jahren Vereinsgeschichte, weil er auch denen eine Freude machen wollte, die über die Jahrzehnte dem Verein die Treue gehalten hatten. Einige wenige Gründungsmitglieder saßen im Publikum, etwa Franz Simon, Johann Sulzer, Günter Schiedel und Christoff Schaff sen. Gut aufgestellt ist der Verein zurzeit, und darüber freuen besonders die Gründungsväter. "Das war nicht immer so", so Michaela Futterer. Es hat eine Zeit Anfang der 80er gegeben, da war es ziemlich mau gewesen. "Unser heutiger Ehrendirigent Gerd Manfred Schock hat den Musikverein aus der Talsohle gezogen, indem er die Jugendarbeit aufgebaut hat. Die wird heute noch so weitergeführt", erklärte sie. Über Mund-zu-Mund-Propaganda bestücke man seit drei Jahren eine Bläserklasse in der Kirbachschule in Hohenhaslach unter der Leitung von Malte Mory.

Bei der Serenade wurde zum Beispiel gespielt, was den Musikern in den Jahren besonders viel Spaß gemacht hat: die "Vienna Festival Music" aus dem letzten Jahreskonzert zum Beispiel. Aus dem offiziellen Gründungsjahr 1959 servierten die Musiker die "Fuchsgraben-Polka". Im Wertungsspiel 2008 hatten sie einen tollen ersten Platz mit "Eine Reise nach Riva" erreicht, auch dieses Stück war zu hören. Die "Jupiter-Hymne" war ein Lieblingsstück des ums Leben gekommenen Dirigenten Marcus Dall Osteria gewesen. Die Serenade hielt auch Stücke bereit wie den "Marsch der Medici", der dem Ehrenvorstand Willi Steinle besonders gut gefällt.

In der Kapelle gibt es einen festen Stamm von Musikern, die schon lange dabei sind. "Wir sind eigentlich eine recht junge Kapelle. Unser ältester Spieler ist Ende 50, der jüngste ist 13. Viele junge Spieler, die ausschwärmten, um zu studieren, haben dem Verein trotzdem die Treue gehalten. Sie haben immer versucht, es möglich zu machen trotzdem zu den Proben zu kommen", betonte Michaela Futterer. Im Jahr des 60-jährigen Bestehens soll das Herbst- und Weinfest im September noch üppiger angelegt werden als sonst. Mit der Gruppe "Blaumeisn" werde man eine Art Wasenparty feiern.

Anlass zur Vereinsgründung hatten damals im Jahr 1955 etwa zwölf musikbegeisterte Ochsenbacher gegeben, die sich teils mit ihrem Lehrlingsgehalt Musikinstrumente gekauft und einen Lehrer gefunden hatten, der sie unterrichtet. 1959 war schließlich das Gründungsfest gefeiert worden.

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