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  • Museumsleiterin Claudia Papp schlüpfte fürs BZ-Foto in die Rolle der Bäckermeisterin. Das können auch die Besucher der neuen Sonderausstellung „Verborgene Schätze“ in Sachsenheim.  1/2
    Museumsleiterin Claudia Papp schlüpfte fürs BZ-Foto in die Rolle der Bäckermeisterin. Das können auch die Besucher der neuen Sonderausstellung „Verborgene Schätze“ in Sachsenheim. Foto: 
  • Auch als Edle Dame aus den 1920er-Jahren, wie hier die FSJlerin der Stadt, Jasmin Weber, können sich Besucher ab Sonntag verkleiden. 2/2
    Auch als Edle Dame aus den 1920er-Jahren, wie hier die FSJlerin der Stadt, Jasmin Weber, können sich Besucher ab Sonntag verkleiden. Foto: 
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Museumsleiterin Dr Claudia Papp steht versteckt in einer Ecke und bügelt Kostüme – die letzten Vorbereitungen für die neue interaktive Sonderausstellung „Verborgene Schätze“, die ab Sonntag, 19, Februar, im Stadtmuseum Sachsenheim zu sehen ist. Die Besucher können unter anderem in Rollen früherer Sachsenheimer schlüpfen und sich dabei fotografieren lassen. Vor Fotoleinwänden kann dann posiert werden. Posiert werden kann als Schüler oder Lehrer vor einer Sachsenheimer Schulklasse von 1928 und einem alten Backofen. Eine dritte Fotowand zeigt ein Bild aus den 20er-Jahren im Äußeren Schlosshof, auf dem einige der ersten Autos in der Stadt zu sehen sind.

Und vor einer vierten Wand kann in schicke Kostüme geschlüpft werden. Letzteres ist Teil des für Claudia Papp besonders beeindruckenden Abschnitts. Auf einer alten Audio-Datei erzählt eine junge Frau von einem Konzert: 1945 trat die berühmte Sängerin Josephine Baker in Kleinsachsenheim auf – allerdings nur vor französischen Truppen. Besagte Hildegard Zucker bekam das Konzert nur mit, weil sie als Freundin der Wirtstochter die Franzosen versorgen „musste“.

Die Bilder können entweder selbst mit Smartphone oder Kamera geschossen werden. Zudem steht auch ein Gerät zum Ausleihen bereit. So können die Bilder vor Ort gedruckt werden.

Neben den interaktiven Elementen gibt es alle möglichen Raritäten aus der Geschichte Sachsenheims zu bestaunen. „Wir haben in unserem Fundus rund 10 000 Stücke. Viele davon haben wir noch nie gezeigt. Das wollen wir jetzt tun“, erklärt Museumsleiterin Papp die Idee zur neuen Sonderausstellung.

Die Ausstellung ist in vier Bereiche gegliedert. „Kindheit und Schule“ zeigt Poesiealben, Spielsachen und mehr. Kurios ist eine Mini-Elektro-Kochplatte. „Die wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von den Stromunternehmen in Umlauf gebracht, um die späteren Hausfrauen ans elektrische Kochen heranzuführen“, erzählt Claudia Papp. Damals waren Holz und Kohleöfen verbreitet. Bis nach dem zweiten Weltkrieg sei gar der Geschmack des elektrischen Kochens verpönt gewesen – ähnlich zur heutigen Diskussion um Holzkohle und Gasgrill.

Weiter geht es mit den Bereichen „Technik im Wandel der Zeit“ und „Industrie und Handwerk“. Für Claudia Papp eines der kuriosesten Stücke ist unter anderem eine Kochkiste, eine gut isolierte Box, die dazu benutzt wurde, um Dinge in Töpfen selbst fertiggaren zu lassen. Zu sehen sind auch eine von Hand betriebene Waschmaschine. Das älteste Stück der Ausstellung sind Wasserleitungen, die 1544 ins Wasserschloss eingebaut worden waren. Auch eine Rate-Ecke mit kuriosen Gegenständen ist aufgebaut. Museumsleiterin Claudia Papp weiß über die Gegenstände wie Brennscheren oder Wäschekocher unterhaltsame und kuriose Geschichten zu erzählen. Die sollen aber an dieser Stelle natürlich nicht alle verraten werden.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung „Verborgene Schätze“ am Sonntag, 19. Februar, 11 Uhr, im Stadtmuseum Sachsenheim, Oberriexinger Straße 29. Die Begrüßung übernimmt der Technische Beigeordnete der Stadt, Gunter Albert. Zudem spricht Museumsleiterin Dr. Claudia Papp. „tonART09 Sachsenheim“ spielt Musik von den 30ern bis zu den 50ern.

Die Ausstellung gibt’s bis zum 24. April zu den Öffnungszeiten des Museums zu sehen. Diese sind dienstags, von 14 bis 18.30 Uhr, und sonntags, von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Führungen sich nach Anfrage unter Telefon (07147) 92 23 94 jederzeit möglich.

Es gibt Sonderführungen: Am 5. März und 9. April, findet „Schatzsucher und Zeitreisende aufgepasst“, eine Mitmach-Führung, statt. Am 12. April gibt es unter dem Motto „Echt cooles Foto“ einen Foto- und Bastelworkshop. Und am 20. April kann man bei „Tischdecke oder T-Shirt?“ Textilien mit diversen Drucktechniken verzieren. Bei letzteren beiden ist eine Anmeldung nötig.

Einen kurzen Vorab-Einblick per Video gibt es auf Facebook, Twitter und der Homepage der Bietigheimer Zeitung. msc

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www.sachsenheim.de/

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