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Marktgeschehen steht vor einem Wandel

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Die Kür beim Schäferlauf verfolgten in diesem Jahr wieder mehr Zuschauer als 2016. An anderen Stellen sehen die Markgröninger Gemeinderäte aber Verbesserungsbedarf.  Foto: 

Beim Markgröninger Schäferlauffest wurden in diesem Jahr wieder mehr Besucher gezählt als im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden an den Festtagen 11 440 Plaketten verkauft, mit denen am Samstag und Sonntag der Eintritt in die Innenstadt und am Sonntag auch für die Wettspiele auf dem Stoppelfeld gewährleistet war. Den eigentlichen Schäferlauf über den Stoppelacker am Festsamstag besuchten 1671 Zuschauer, 2016 waren es 1322. Das Festspiel in der Stadthalle bestaunten in diesem Jahr 557 Menschen.

Markgröningens Bürgermeister Rudolf Kürner erklärte in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag: „Die Besucherzahlen bewegten sich in diesem Jahr wieder auf einem normalen Niveau im Vergleich zu dem schlechteren Jahr 2016. Auch die neue Strecke des Festumzugs am Sonntag wurde sehr gut angenommen.“ Der Festzug verlief am Schäferlaufsonntag erstmals über die Grabenstraße, die Esslinger Gasse, die Kirchgasse, den Marktplatz und die Schlossgasse zum Stoppelfeld.

Mehr junge Besucher

Auch die gesteigerten Sicherheitsvorkehrungen kamen insgesamt positiv an. Nur Rainer Gessler, Freie Wähler, verwies darauf, dass die Dichte der Sicherheitsleute in Markgröningen in diesem Jahr im Vergleich zu anderen Veranstaltungen dieser Art in Städten der Region schon sehr hoch gewesen sei. „Wir müssen uns auch fragen, ob es in dieser großen Dichte sein muss.“

Matthias Reutter von den Freien Wählern betonte, dass die Zahl der am Schäferlauffest beteiligten Kinder wieder deutlich zugenommen habe. Dies sei sehr erfreulich. „Das Marktgeschehen könnte in Zukunft neu gestaltet werden. Dazu gibt es schon einige Vorschläge aus der Bürgerschaft. Toll finde ich auch die Idee, auf dem Marktplatz ein Konzert mit Live-Bands zu veranstalten, an dem auch die Wirte am Marktplatz beteiligt sind“, erklärte Reutter. Diese und andere Vorschläge sollen jetzt in der Arbeitsgruppe für den Schäferlauf diskutiert werden.

Auch Erich Hutflus von der CDU sah dringenden Handlungsbedarf bei der Zusammensetzung des Marktgeschehens am Schäferlauffest. „Die Ostergasse war wie leergefegt“, so Hutflus. Sein Gemeinderatskollege Pedro Torres Fernandes von der SPD gab ebenfalls zu bedenken, dass die große Anzahl an Sicherheitskräften ein hoher Kostenfaktor sei, der künftig auch geschultert werden müsse. „Der Schäferlauf hat eine hohe Werbekraft nach außen für die Stadt Markgröningen. Aber es geht noch besser. Wir sollten vielleicht in den kommenden Jahren unsere Werbung für den Schäferlauf noch weiter steigern, um Leute in die Stadt zu locken, die den Schäferlauf noch nicht kennen“, erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Patient Schäfermarkt

Arndt Zwicker von der Grünen Alternativen Liste bemerkte, dass die Diskussionen über das Schäferlauffest sehr emotional geführt würden. „Die einen möchten ihn am liebsten abschaffen, die anderen wollen ihn an 365 Tagen im Jahr feiern. Wir werden die vielen Vorschläge sorgfältig in der zuständigen Arbeitsgruppe erörtern und schauen, was umgesetzt werden kann“, betonte Zwicker.

Im Bereich der Märkte, besonders des Krämer- und Schäfermarkts, werden die Verantwortlichen etwas tun müssen, denn die Zahl der Bewerbungen der Marktbeschicker ist ebenfalls rückläufig. Auch die Festlegung einheitlicher Betriebszeiten für den zweitägigen und viertägigen Marktbereich ließ sich nicht durchsetzen, da vielen Standbetreibern die Betriebszeiten für die Gastronomieangebote zu lange waren und diese ein deutlich früheres Marktende bevorzugten. Dafür müsste der Gastronomie- und Marktbereich in Zukunft aber strikt getrennt werden, denn der Abbau eines Standes und die Abfahrt des Betreibers zu Betriebszeiten der Gastronomie ist zu gefährlich.

Weit weniger Probleme gibt es beim Vergnügungspark, der auch für die Jahre 2018 und 2019 wieder an einen Generalunternehmer vergeben werden soll. Die Gemeinderäte nahmen die Kennzahlen der Bilanz des Schäferlaufs 2017 einstimmig zur Kenntnis.

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