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Magie der Saitenklänge: Gitarrentage in Vaihingen

Die Vielfältigkeit der Zupfinstrumente unterstrichen internationale Künstler am vergangenen Wochenende bei den 4. Gitarrentagen in Vaihingen. Bestens geeignet als Konzertraum zeigte sich dafür wieder einmal die Peterskirche.

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Der in London lebende Gitarrenspieler Ray Sandoval bot bei den Vaihinger Gitarrentagen Arrangements erster Güte.  Foto: 

Immer im Herbst werden die Saitenvirtuosen zu den Gitarrentagen in Vaihingen sehnlichst erwartet. In vierter Auflage war es am Wochenende wieder mal soweit, dass internationale Künstler mit ihren Bühnenauftritten die Liebhaber der Gitarrenmusik begeisterten.

Vorträge, Meisterkurse und Workshops sind weitere Inhalte der Gitarrentage, die in diesem Jahr von dem bekannten japanischen Gitarristen Takeo Sato eröffnet wurden. Ob nun das feinfühlige Konzert "Junge Talente" mit Martin Zimny oder der fulminante Auftritt mit Afra Rubino Malmstroem und dem Flamenco-Ensemble - Vaihingens gute Kulturstube Peterskirche bietet hierzu gute klangliche Voraussetzungen.

Herausragend war das Doppelkonzert "Die Gitarre in der Gegenwart". Hier überzeugte der in London lebende Gitarrenspieler Ray Sandoval sowie Percussionist Xaver Munoz an Becken, Hi-Hat, Snare-Drum und Cajune mit Arrangements feinster Güte. Was John Coltrane einst auf dem Saxofon zauberte, wurde im melancholisch anmutenden Stück "Naima" mit der akustischen Gitarre umgesetzt. "Son pa ti" erreichte das den Samba-Rhythmus mitklatschende Publikum ebenso wie das Arrangement von "Round midnight" des Jazzpianisten Thelonious Monk.

Mit Virtuosität verblüffte David Lindorfer die Besucher des Doppelkonzerts am Samstagnachmittag. Er verzauberte selbst versierte Kenner. "Hoochies Flight", "Ragtime" und "Drumtune" als Zugabe waren herausragende Titel im Crossover-Repertoire.

Am gestrigen Sonntag standen nochmals Highlights auf dem Programm. So mit Sigrun Richter, die in der Matinee Instrumente wie Laute oder Chitarrone den Besuchern näher bringen sollte. Es folgte ein Kinderkonzert am Nachmittag mit Gitarrist Peter Korbel, der das junge Publikum mit Saitenklang auf "Rockos Reisen" mitnimmt. Als absoluter Höhepunkt stand zum Finale der 4. Internationalen Gitarrentage in Vaihingen das Mandolinenorchester Ettlingen an. Wer das Ensemble mit über 20 Instrumentalisten an Mandolinen, Gitarren und Bass sowie E-Gitarre, Saxophon und Percussion, das mit "Classic meets Rock" und immensen Klangmöglichkeiten zu überzeugen weiß, erleben wollte, musste sich dafür am Sonntagabend in die Stadthalle begeben.

Das Kulturamt Vaihingen kann sich glücklich schätzen, eine solche Veranstaltung im jährlichen Programm präsentieren zu können. Der künstlerische Leiter Tommaso Ieva, der selbst mit exzellentem Gitarrenspiel im gut besuchten Kammerkonzert seine Kunst unter Beweis stellte, äußerte sich höchst zufrieden über die Zusammenarbeit mit dem städtischen Büro Kultur und Tourismus. Vaihingen habe ein gutes Einzugsgebiet, das Publikum aus vielen Richtungen die Location erreichen lässt, meinte Ieva im Gespräch mit der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung. Die Peterskirche sei einzigartig in der Akustik und daher bestens geeignet für Saiteninstrumente.

Inhalt der Konzerte war in diesem Jahr die Vielfältigkeit der Zupfinstrumente, im Vordergrund stehend, die Position der klassischen Gitarre, so Tommaso Ieva, der in Ludwigsburg lebt und auch dort geboren ist. In Frankfurt schloss er 2009 sein Gitarrenstudium an der Musikakademie mit bester Note ab. Mit der Publikumsresonanz war Ieva am Samstag noch nicht ganz glücklich. Deutlich zu bemerken sei jedoch die Qualität der Besucher, die mit dieser besonderen Musikrichtung sehr vertraut sei, auch mit Applaus nicht zurückhielten.

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