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Kompostierplatz: Standort passé

Viele Kleinsachsenheimer werden es gern hören. Die AVL baut ihren neuen Häckselplatz inklusive Kompostierungsanlage aller Wahrscheinlichkeit nach an einem anderen Standort. Der wird aber noch geheim gehalten.

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Nach dem Ortsschild in Richtung Freudental, rechterhand, sollte eigentlich der AVL-Platz entstehen. Nun scheint der Standort aus dem Rennen zu sein.  Foto: 

Der umstrittene Häckselplatz plus Kompostierungsanlage wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vor den Toren von Kleinsachsenheim gebaut. Das hat Dr. Utz Remlinger, der Geschäftsführer der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL), gegenüber der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung bestätigt. "Die AVL prüft inzwischen auch an einem neuen Standort, der noch besser geeignet ist", sagt er. Der Alternativort sei verkehrlich besser angebunden und weiter von Wohnbebauung entfernt. Mit einer möglichen zu hohen Geruchsbelastung habe die Entscheidung indes nichts zu tun. "Laut Geruchsgutachten wäre der Standort Kleinsachsenheim möglich", betont der AVL-Chef.

Entschieden sei nichts, dennoch spricht Remlinger von einem "Signal für Kleinsachsenheim, es ist wahrscheinlich, dass er nicht hierher kommt". Wo der neue Platz ist, dazu äußert sich Remlinger zu jetzigen Zeitpunkt nicht. Er sehe die Gefahr, dass der Standort dann im Vorfeld "zerredet wird". Zudem müsse man die Angelegenheit erst mit den zuständigen kommunalen Gremien klären. "Da wird noch die eine oder andere Woche vergehen, aber es sieht ganz gut aus", sagt Remlinger, er hofft, dass man noch vor der Sommerpause erste Ergebnisse haben werde. Zwei Fakten gibt Remlinger in dem Zusammenhang jedoch preis: Der Alternativstandort liege nicht mehr in Kleinsachsenheim, und auch mit der geplanten Biogutvergärungsanlage in Metterzimmern habe das Ganze nichts zu tun. "Das ist ein separates Projekt", sagt Remlinger. Der bestehende Häckselplatz in Kleinsachsenheim bleibt laut der AVL-Sprecherin Jasmin Mendel bis auf Weiteres in Betrieb.

Rückblende: Was sollte auf dem Kleinsachsenheimer Areal überhaupt entstehen?

Idee In Kleinsachsenheim gibt es schon seit geraumer Zeit einen stark frequentierten Häckselplatz, dennoch hat die AVL in den vergangenen rund anderthalb Jahren die Planung für eine Schließung und Neueröffnung nur wenige hundert Meter weiter vorangetrieben. Notwendig macht den Ortswechsel die neue Bioabfallverordnung, die die sogenannte Hygienisierung von Häckselgut vorschreibt, bevor es wieder ausgebracht werden darf. Dazu braucht die AVL eine Kompostierungs- und eine Hygienisierungsanlage auf zusammen knapp 7000 Quadratmetern, für die am jetzigen Standort kein Platz ist. Dort sollen über einen Zeitraum von mehreren Wochen bei mindestens 55 Grad Erreger und Pflanzenkeimlinge abgetötet werden.

Kritik Mehrere Kritiker, darunter etwa der Verein "Dicke Luft", äußerten Befürchtungen, dass der ohnehin durch die Biogasanlage, den Puten- und den Schweinestall stark belastete Ortsteil noch stärker mit Gestank belästigt werden könnte. Auch der prognostizierte Lkw- Verkehr - bis zu vier Anlieferungen und acht Auslieferungen pro Tag per Sattelzug mit Anhänger - sorgte im Vorfeld für Unmut.

CAH

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