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Kleintierzuchtverein Großsachsenheim feiert im Juni seinen 100. Geburtstag

Auf eine wahrlich lebendige Vereinsgeschichte kann dieser Jubilar zurückblicken: In den 100 Jahren seines Bestehens hat der Kleintierzuchtverein Großsachsenheim und Umgebung viel geleistet.

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Ein Foto von einer Lokalschau im November 1996.  Foto: 

Einst unter dem Namen "Geflügel- und Kaninchenzüchterverein Großsachsenheim" konstituiert, hat sich der Zusammenschluss von Züchterfreunden im Vereinsleben der Stadt etabliert. Mehr noch: Der Kleintierzuchtverein Großsachsenheim und Umgebung, wie er seit Jahren heißt, kann kontinuierlich erfolgreiche Züchterleistungen aufweisen.

Schon früh haben die jeweiligen Vereinsvorsitzenden die Weichen in Richtung Zukunft für die Kleintierzucht in der Gemeinschaft gestellt. Das Domizil an der Metterstraße ist mit einem Vereinsheim und einer praktikabel gestalteten Zuchtanlage vorbildlich. Auch auf die Jugendarbeit wird bei den Sachsenheimer Kleintierfreunden, die im Juni ihren 100. Geburtstag feiern, schon immer großer Wert gelegt. Vonseiten der Landesverbände sind sie daher ebenso gelobt wie die von den Vereinsaktiven organisierten attraktiven Ausstellungen.

Oberlehrer Christian Birkhold gehörte zusammen mit Christian Ziegler, Karl Ulrich und Paul Jäger vor 100 Jahren zu den treibenden Kräften zur Gründung des Vereins. Unter dem Vorsitz des Oberlehrers versammelte sich damals am Sonntag, 19. Januar 1913, im Gasthaus zur Krone eine größere Anzahl von Freunden der Geflügel- und Kaninchenzucht, wie im Vereinsprotokoll nachzulesen ist. Zu den Wahlen des Vorstands durch 19 Mitglieder ist festgehalten: "Vorstand Privatier Offner mit 16 Stimmen, Schriftführer Oberlehrer Birkhold 13 Stimmen, Kassier Chr. Ziegler 7 Stimmen, Ausschussmitglieder Bahnwärter Blank 18 Stimmen, Jakob Kraft 17 Stimmen, Robert Arzt, Friedrich Ulrich und Scheible je 8 Stimmen, Chr. Ulrich 7 Stimmen."

Turbulent gestaltete sich das Gründerjahr. Eine durch Vorstand Offner angeschaffte Brutmaschine wurde zum Zankapfel bereits in der am 2. März stattgefundenen ersten Generalversammlung. Der Ausschuss monierte die Beschaffung des Gerätes durch den Vorstand, ohne die Zustimmung der Generalversammlung. Die ohne Auftrag beschaffte Brutmaschine wurde abgelehnt, was Offner erzürnte und zum Rücktritt bewog. Kaufmann Ade übernahm den Posten bis Oktober, dem danach Malermeister Karl Metzger folgte, wie der Vereinschronik zu entnehmen ist.

Gleich mehrmals musste der Verein einen Neubeginn bewältigen. Nach dem Ersten Weltkrieg 1918, nach der Geldentwertung 1925 sowie nach dem Zweiten Weltkrieg, wo im Oktober 1946 Karl Lösch insgesamt 13 Mitglieder um sich versammelte. Zum Ende des Jahres gehörten dann 104 Mitglieder dem Kleintierzuchtverein an.

Im Jahr 1962 wählte die Generalversammlung Willi Baumgärtner zum Vorsitzenden. Er sollte es 20 Jahre bis zu seinem frühen Tod im Juli 1982 bleiben. Der Nachfolger für Karl Schenk, der das Kassenamt übernahm, und der stellvertretende Vorsitzende Hubert Pech, hatten eine neue Vereinsepoche eingeläutet. Immer mehr wuchsen die Aufgaben und Verpflichtungen in der großen Gemeinschaft der Großsachsenheimer Kleintierzüchter. Mit Baumgärtner an der Spitze wurde der Bau des Vereinsheims angegangen. Die Stadt stellte das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung, die Spendenaktion Bausteine sowie Darlehen ließen eine Realisierung näherrücken. Am 1. Juli 1966 gab die Baugenehmigung das Signal zum Baustart, dem enorme Eigenleistungen der Mitglieder bis zur Einweihung am 18. Mai 1968 folgten.

Einen weiteren Meilenstein in der Vereinsgeschichte setzten die engagierten Mitglieder mit dem Bau einer Zuchtanlage. Zur Jubiläumsfeier des 75-jährigen Bestehens konnte der damalige Vorsitzende Augustinus Rotter die Baugenehmigung in den Händen halten. Die Anlage mit sechs Parzellen hat sich als Zukunftsinvestition bislang bewährt. Rotter lenkte die Geschicke des Vereins und in der Zuchtanlage - ein neuer Ausstellungsraum entstand - 15 Jahre, bevor Armin Greiner das Amt für fünf Jahre übernahm.

Seit zehn Jahren steht Lothar Schmidt an der Spitze der 120 Mitglieder des Kleintierzuchtvereins Großsachsenheim und Umgebung, der am Samstag, 8. Juni, sein 100-jähriges Bestehen mit einem besonderen Festprogramm feiern wird.

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Bürgermeister Horst Fiedler

www.sachsenheim.de/

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