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Keine Stelen auf dem Friedhof

Um den Friedhof ging's in der jüngsten Sitzung des Sersheimer Gemeinderats. Satzungsvorgaben wurden festgelegt. Nur mit der Aussegnungshalle ist man noch nicht zu Ende.

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Der Sersheimer Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Freitag mit dem Friedhof befasst. Beschlossen war bereits grundsätzlich die Einrichtung einer Baumgrabstätte worden. Die Gestaltung für die Urnengrabstellen stand noch aus. Vor allem die Kosten und die Größe wurden in der Sitzung auf den Prüfstand gestellt. Die Verwaltung hatte im Vorfeld der Beratungen eine örtliche Steinmetzwerkstatt um eine Einschätzung gebeten. Als Vorschlag eingebracht wurden Grabplatten mit der Größe von 40 auf 34 Zentimetern und einer Stärke von sechs Zentimetern. Pro Stück würden die Kosten bei zirka 120 Euro liegen. Weiter angedacht war für das Areal mit 72 Grabstellen eine Abgrenzung mit vier Stelen; ein zusätzlicher finanzieller Aufwand von 7800 Euro, der im Ratsgremium keinen großen Anklang fand. Die Abstimmung ergab schließlich, dass man drauf verzichten will.

Als Gestein für die Grabplatten lautete der Vorschlag der Verwaltung, einen schwedischen schwarz-roten Gneis zu verwenden. Das Ratsgremium entschied sich mehrheitlich dafür. Festgehalten als Änderungen zur Friedhofsatzung ist nun die Größe der Urnengrabplatten. Vorgegeben werden von der Gemeinde zudem die Schriftfarbe sowie eine vertieft eingehauene Schrift. Weiterhin besagt die neu beschlossene Satzung, dass der Blumenschmuck an der Urnenwand nur bis zwei Wochen nach der Beisetzung auf der davor angelegten Blumenbank abgelegt werden kann und dann beseitigt werden muss. Das Anbringen von Gegenständen an den Grabplatten ist ebenfalls untersagt.

Die Kapazität der Aussegnungshalle steht in Sersheim seit längerer Zeit in der Diskussion. Drei ausgearbeitete Varianten des Architekturbüros Studio 11 aus Besigheim lagen nun auf dem Ratstisch: zwei Glasdachvarianten mit Kosten von 56.000 Euro und 95.000 Euro sowie eine Variante mit einer Pergola-Markisen die auf 33.000 Euro kommen würde. Für die teuerste Glasdachkonstruktion erwartete Bürgermeister Jürgen Scholz keine Mehrheit im Ratsgremium. Daher lautete sein Vorschlag den Preis für Aluminiumstützen zur günstigen Glasdachvariante einzuholen. In der nächsten Sitzung soll dann zwischen dieser Gestaltung oder der Markisen-Variante abgestimmt werden.

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