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Kein Umzug hinter Pferd und Reiter

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Rea Hohn verkörperte mit ihrem Pferd Waddish den heilgen Sankt Martin.  Foto: 

Heilige gibt es nicht, bei den Protestanten und doch fand am Freitagabend in Oberriexingen wieder ein ökumenisches Martinsspiel zu Ehren des Heiligen und zum Gedenken an dessen Grablegung am 11. November 397 statt. Dabei konnte im Reformationsjubiläumsjahr auch das 20-jährige Jubiläum dieser Veranstaltung in der Enz-Stadt gefeiert werden.

Wie es zu der Feier kam, die sich mittlerweile zur beliebten Tradition entwickelt hat, berichtete Pfarrerin Elke Gratz im Vorfeld: „Zwei Mütter aus der Mutter-Kind-Gruppe kamen damals auf mich zu, ob man nicht einen Martinsritt in Oberriexingen veranstalten könne.“ Dies stieß beim Ökumenischen Arbeitskreis auf offene Ohren.

Erlös wird gespendet

Auch diesmal gestalteten Bürger, Institutionen und Vereine das Geschehen, darunter die verschiedenen Kirchengemeinden, die Stadtverwaltung, der Elternbeirat und die Feuerwehr. Musikalisch umrahmt wurde das Spiel durch die Jugendkapelle des Musikvereins. Noch immer dankbar ist Elke Gratz für die Idee zu der konfessionsübergreifenden Veranstaltung, die auf wertvolle Dinge – wie Licht sein für andere oder Teilen macht alle satt – hinweise. Auch diesmal ein Großteil des Erlöses in die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Wetterbedingt musste aber der Plan gestrichen werden, die Feier in diesem Jahr erstmals mit einem gemeinsamen Singen beim Betreuten Wohnen am Kronenplatz zu starten und dann hinter Pferd und Reiter im Lichterzug von der neuen Ortsmitte bis zum Sportplatz zu laufen. Stattdessen traf man sich gleich in der Kelter. Hier erlebten die Besucher die Geschichte von Martin und der Mantelteilung hautnah mit, ehe es ans gemeinsamen Brotteilen ging.

Um noch einmal auf das Reformationsjubiläum zurückzukommen: Martin Luther, der am 10. November 1483 in Eisleben geboren und am Martinstag getauft wurde, gilt als radikaler Kritiker der katholischen Heiligenanbetung. Verehrt wird Luthers Namenspatron allerdings auch von den Protestanten und zwar als vorbildlicher Mensch. „Die Verehrung von Heiligen ob ihrer Lebensleistung“, sei unbedenklich, heißt es demnach im Ökumenischen Heiligenlexikon. Auf dieses bezog sich Pfarrerin Gratz auf Nachfrage.

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