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Käuzchen mit Beinschmuck

Die Arbeiten zur brutbiologischen Erfassung von Steinkäuzen mittels Beringung laufen in dieser Jahreszeit auf vollen Touren. Der ehrenamtliche Eulenforscher Herbert Keil betreut die Artenschutzmaßnahmen im Landkreis.

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  • Und hoch das Bein: Herbert Keil beringt einen jungen Steinkauz. 1/5
    Und hoch das Bein: Herbert Keil beringt einen jungen Steinkauz. Foto: 
  • Diese Steinkauz-Geschwister haben in Vaihingen das Licht der Welt erblickt. 2/5
    Diese Steinkauz-Geschwister haben in Vaihingen das Licht der Welt erblickt. Foto: 
  • Herbert Keil hält einen Steinkauz in der Hand. 3/5
    Herbert Keil hält einen Steinkauz in der Hand. Foto: 
  • Im Nest ist dieser Steinkauz dank guter Tarnung kaum zu erkennen. 4/5
    Im Nest ist dieser Steinkauz dank guter Tarnung kaum zu erkennen. Foto: 
  • Gerade einmal so groß wie eine Faust sind die Jungvögel. 5/5
    Gerade einmal so groß wie eine Faust sind die Jungvögel. Foto: 
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Treffpunkt Streuobstwiesen bei den Gewannen "Schelmenhalde" und "Schochert" in Vaihingen. Dort trafen sich jüngst Herbert Keil, Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft (Foge), die sich der Eulenforschung verschrieben hat, sowie Jörg Mannhardt und Stefan Schurr von der Firma Ensinger, die das Artenschutzprojekt Steinkauz seit 15 Jahren unterstützt - und zwei von vier Steinkauz-Nestlingen, für die an diesem Tag die Beringung anstand, eine Maßnahme, die für großflächige Bestandserhebungen und das Kartieren der Vorkommen wichtige Aufschlüsse gibt. Denn wenn die Jungkäuze im Spätsommer aus den elterlichen Revieren abwandern, geben die Ringe den Vogel-Experten wichtige Hinweise über die Arten.

Zuvor, in der Zeit ab Mitte April, legt das Steinkauzweibchen drei bis sechs Eier und wird in der vierwöchigen Brutzeit vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nach 34 Tagen werden die Käuzchen flügge und verlassen die schützende Röhre, die oftmals als Brutstätte von Menschenhand in die Obstbäume gesetzt worden sind, teils als Ersatz für die immer weniger werdenden höhlenreichen Hochstamm-Obstbäume. Ein Vergleich: Im Jahr 2014 erfolgten von 171 nachgewiesenen Bruten 169 in Nisthilfen, nur zwei an einem Gebäude und keine in einer Baumhöhle - rund 700 Röhren im gesamten Landkreis Ludwigsburg und in der Enzkreisgemeinde Illingen betreuen Herbert Keil und seine acht Foge-Mitstreiter, auf einer Fläche von 68.700 Hektar. Seit Mitte März sind sie bereits in ehrenamtlicher Mission unterwegs zur Vorkontrolle.

Im vergangenen Jahr wurden 509 Jungvögel beringt, in diesem Jahr liegt die Anzahl bei 520, was eine gute Basis für weiteres Wissen und Erkenntnisse über die Ausbreitung des Steinkauzes bildet. Die Artenschutzmaßnahmen liefen seit 26 Jahren durchaus erfolgreich, so Herbert Keil. Die derzeit stärkste Steinkauz-Population in Baden-Württemberg sollte fortgeführt werden, um den Bestand zu sichern und zu erhöhen, erklärte der 69-jährige Oberriexinger, der seit nahezu drei Jahrzehnten die heimische Eulenforschung ehrenamtlich betreibt.

Seit 2000 ist das Unternehmen Mineral-Heilquellen Ensinger im Boot und begleitet als vertraglicher Sponsor die Projektarbeit Keils.

Laut Jörg Mannhardt legt die Firma dabei auf eine Bewusstseinsförderung zum Artenschutz wert: durch die Beteiligung von Kindern und Erwachsenen bei den Beringungen und durch eine profunde Aufklärungsarbeit in Schulen und Jugendfreizeiten, bei Veranstaltungen und in Einrichtungen. Unterstützt wird die Fogo mit einer jährlichen Spende von 1000 Euro, mit der Neuauflage eines Flyers zum Thema Steinkauz, mit der Bereitstellung von Tagungsraum oder, wie aktuell, mit der Filmdokumentation über die erfolgreiche Arbeit der Foge in Person Herbert Keil.

Die Unterzeichnung des neuen Fünf-Jahres-Vertrags in puncto Artenschutzprojekt Steinkauz brachten Firmengesellschafter Mannhardt und Eulenforscher Keil sogleich auf der Streuobstwiese in trockene Tücher.

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