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Hohenhaslacher Kelterfest: Gute Laune in historischer Kulisse

Wenn Fußballerinnen mit wackeligen Gläsertabletts umherlaufen und Volleyballerinnen in der Küche das Zepter schwingen, dann ist Kelterfestzeit in Hohenhaslach. So auch am vergangenen Wochenende.

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Auf seine Vereinsmitglieder kann sich Manfred Wirth verlassen. Die rund 650 Sportler des SC Hohenhaslach sind immer da, wenn Engagement und Einsatz für den Verein gefragt sind. "Deshalb war mir bei den Vorbereitungen des traditionellen Kelterfestes, das wir in diesem Jahr ausrichten, auch nicht bange. Ob Küchenteam oder Servicekräfte: Die nötigen 90 Festhelfer für den Schichtbetrieb waren schnell gefunden, denn alle packen gerne mit an", lobte Wirth bei der Festeröffnung am vergangenen Samstagabend seine Mitstreiter.

Das Feierspektakel in der altehrwürdigen Hohenhaslacher Kelter wird Jahr für Jahr von einem anderen Verein auf die Beine gestellt, und nach 2009 war in diesem Jahr erneut der größte Verein der Kirbachtalgemeinde an der Reihe, für Stimmung zu sorgen.

Die Mitglieder der erfolgreichen Frauen-Fußballmannschaft, die in der Bezirksliga kickt, sorgten dafür, dass es den Festgästen an nichts fehlte und ihre Getränken sowie Speisen immer prompt serviert wurden. "Wir haben an diesem Wochenende sogar unsere Spiele verlegt, damit alle Fußballer beim Kelterfest mithelfen können. Auch unsere Helfer in der Küche sind bereits sehr gut aufeinander abgestimmt, da sie auch in unserem Vereinsheim regelmäßig die Bewirtung übernehmen", betonte Wirth, der seit nunmehr 37 Jahren den SC Hohenhaslach anführt.

Besonders beliebt bei den jugendlichen Vereinsmitgliedern und den jungen Festgästen war die Bar des SC Hohenhaslach, in der zu später Stunde der Bär steppte. Im weiten Rund der Kelter selbst ließ Alleinunterhalter Gerd Nester aus Bad Friedrichshall das Stimmungsbarometer am Samstagabend steigen. Wer von Musik und Tanz hungrig geworden war, konnte sich unterdessen an den unterschiedlichsten Gerichten laben.

Nach einem festlichen Gottesdienst mit dem örtlichen Posaunenchor am Sonntagvormittag fanden Maultaschen zum Mittagstisch begeisterten Absatz. Am Sonntagnachmittag bei leckerem Kaffee und Kuchen unterhielten die Mitglieder des Musikvereins Hohenhaslach. "Früher war beim Kelterfest kaum noch ein freier Platz zu finden. Heute müssen wir schon um die Gäste kämpfen, denn zeitgleich finden viele andere Veranstaltungen in den umliegenden Gemeinden statt. Aber der finanzielle Erlös dieses Traditionsfests ist für unseren Verein nicht ganz unbedeutend", schilderte Werner Kurz, der dritte Vorsitzende des SC Hohenhaslach, die Lage.

Schließlich ist ins Vereinsheim kräftig investiert worden, denn für 30.000 Euro wurden neue Fenster und Rollläden eingebaut. Zudem bringen die Hohenhaslacher Vereinsmitglieder in Eigenleistung einen Wärmeputz auf die Fassade des Gebäudes auf. "Doch nicht nur die Investitionen in die Renovierung unseres Vereinsheims sind aufwendig, auch der aktuelle Spielbetrieb verursacht Kosten. Daher sind wir dankbar, dass wir dabei auf die Unterstützung unseres Fördervereins unter der Federführung von Hans Schäf zählen können", betonte Vorsitzender Wirth.

Die rund 30 Mitglieder des Fördervereins wirkten natürlich auch entscheidend am erfolgreichen Verlauf des diesjährigen Hohenhaslacher Kelterfestes mit. Dass dieses noch in diesem historischen Rahmen stattfinden kann, ist unter anderem auch dem SC Hohenhaslach zu verdanken, der alljährlich Theaterabende veranstaltet, deren Erlös dem Kulturring, dem Betreiber der Hohenhaslacher Kelter, zugute kommt.

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