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Asylkreis: Helfer werden weiter benötigt

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Die Zahl der Helfer und Mitarbeiter des AK Asyl Vaihingen nehme ab, die Zahl zu betreuenden der Flüchtlinge aber zu, bemängelt Olaf Büscher Leiter AK Asyl Vaihingen. Der AK brauche daher neue „Paten“. Dass viele der untergebrachten Flüchtlinge noch immer mangelhaft Deutsch sprächen, läge daran, dass sie noch nicht in die Deutsch- und Integrationskurse dürften.

Ähnlich sei es beim Thema Arbeit. „In beiden Fällen lassen unsere Gesetze nichts anderes zu. Die Überprüfungen der Personendaten und ihrer Asylberechtigungen sind noch nicht abgeschlossen, es heißt immer noch warten, warten, warten und zur Untätigkeit verdammt sein“, betont Büscher. Aufgrund der beengten Wohnverhältnisse zeige die Erfahrung: „Die Spannungen wachsen, Anlass zu Reibereien gibt es täglich, auch Auseinandersetzungen. Und dann, wenn Zeit ist und wieder Nichtstun vorherrscht, kommen die Erinnerungen hoch.“

Viele sind erschöpft

Die meisten Helfer seien seit ein bis zwei Jahren tätig. „Sie sind gekommen, um akute Not zu lindern“, weiß Büscher, „dann stand die gewaltige Hürde Bürokratie vor ihnen.“ Die ehrenamtlichen „Paten“ hätten all das wie selbstverständlich geleistet. Daneben seien Anstrengungen vollbracht worden, die Integration voranzubringen. „Und diese Aufgaben haben viele Helfer an ihre Grenzen gebracht, haben sie überfordert und erschöpft“, weiß der Koordinator der Ehrenamtlichen. Viele Paten hätten deshalb zuletzt die Arbeit niedergelegt oder stark reduziert. „Die Arbeit geht weiter, wir brauchen neue Kräfte, Helfer wie zu Beginn – aber für neue, andere Aufgaben.“

Schwerpunkt verlagert

Der Schwerpunkt sei nicht mehr in der Verwaltung, bei den Behörden oder Jobcentern zu suchen. „Die Flüchtlinge sind zum großen Teil selbstständig, finden sich zurecht. Aber sie brauchen Hilfe bei den persönlichen Problemen. Sie suchen Menschen, die etwas Zeit für sie haben, sich um sie persönlich kümmern, ihnen zuhören“, berichtet Büscher, „viele erkennen, dass die Realität sehr viel anders ist, als das Bild, das sie im Kopf hatten – und um das zu verkraften, braucht man Hilfe.“ Dabei solle niemand die „Katze im Sack“ kaufen. Interessierte könnten sich aber in Kürze bei Informationsveranstaltungen des AK Asyl informieren oder an jedem letzten Freitag im Monat zum „Treff 3“ in das Büro in der Friedrichstraße 3 kommen. Außerdem steht für erste Informationen immer die Homepage des Arbeitskreises zur Verfügung.

www.ak-asyl-vahingen.info

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