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Heimess fertigt Spielzeug für kleine Kinder

Seit fast 60 Jahren fertigt das Unternehmen Heimess Babyspielzeug aus Holz. Pro Tag gehen 15.000 Artikel in den Versand für den gesamten europäischen Markt sowie nach Asien und Südamerika.

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Tobias Böhmer ist Produktionsleiter beim Vaihinger Babyspielzeug-Hersteller Heimess. Das Unternehmen exportiert unter anderem nach China.  Foto: 

An der Wand hängen die Muster: Eingeschweißte Vorlagen für Greiflinge, Schnullerketten oder Klippfiguren in jeder nur erdenklichen Kombination. Mit kleinen Tierfiguren, Clowns oder Piraten, Marienkäfer, Frösche oder Kugeln in Regenbogenfarben, Schiffe und Autos. Allein für Schnullerketten gibt es 80 verschiedene Designs. Bis zu 400 unterschiedliche Artikel umfasst das Sortiment von Heimess, das Traditionsunternehmen, das vor fast 60 Jahren von Heinz Messmer in Aurich, einem Ortsteil von Vaihingen an der Enz gegründet wurde. Aus seinem Namen entstand auch der Firmenname. Das Wort "Heimess" ist eine Abkürzung von "Heinz Messmer".

Das Vaihinger Unternehmen hat sich auf die Fertigung von Babyspielzeug aus einheimischen Buchen- und Ahornhölzern spezialisiert. Vor gut zehn Jahren übernahm Gollnest & Kiesel, das größte Spielzeugunternehmen in Norddeutschland, den Familienbetrieb und setzte auf die Erfahrung der Vaihinger. "Von der Vielfalt her ist Heimess einzigartig", meint Produktionsleiter Tobias Böhmer. Jedes Jahr werden neue Serien entwickelt, wie aktuell die Serie "Heimess nature", für die ausschließlich unbehandelte Hölzer aus nachhaltiger einheimischer Forstwirtschaft verwendet werden.

Erstmalig bringt Heimess mit "Lifestyle" auch Babyspielzeug aus hochwertigem Kunststoff auf den Markt. "Kunststoff hat den Vorteil, dass er stabiler und waschbar ist", erklärt Tobias Böhmer. Aber das Hauptgeschäft konzentriert sich auf Holzspielzeug.

Jeden Tag verlassen das Werk 15.000 Artikel, die alle ausschließlich in Handarbeit entstehen. "Das ist den Leuten oft gar nicht bewusst", sagt Tobias Böhmer. Jedes Design wird von Hand zusammengestellt, geprüft und verpackt. In der hauseigenen Druckerei entstehen die Aufdrucke von kleinen Gesichtern, Tierfiguren oder Ornamenten. Auch hier wird jedes Teil einzeln per Hand angefertigt. Die Farben sind lebensmittelecht, die Lacke auf Wasserbasis. "Babys kauen auf allem herum, da muss die Unbedenklichkeit absolut gewährleistet sein", so Tobias Böhmer. Jeder Artikel wird auch auf Reißfestigkeit getestet, damit nicht die Gefahr besteht, dass die Babys Kleinteile verschlucken: "Bis jetzt gab es noch nie Beschwerden", sagt Böhmer.

Ganz exklusiv ist die Neuentwicklung "Easy Fix": ein System zur Schnullerbefestigung, das es so nur von Heimess gibt. Damit passen alle Schnullerversionen auf die Heimess-Schnullerketten.

Beliefert wird der Fachhandel im gesamten europäischen Markt, aber auch in Asien und Südamerika. "Made in Germany ist in China so etwas wie ein Statussymbol", sagt Tobias Böhmer. Neben nostalgischen Motiven wie dem Clown sind auch Piraten oder Tierfiguren sehr gefragt. "Ein bisschen gehen wir auch mit dem Zeitgeist", meint der Produktionsleiter schmunzelnd. Auf Wunsch werden auch spezielle Artikel für Kunden angefertigt, zum Beispiel für Fußballvereine in den Vereinsfarben: "Die erste und zweite Liga haben wir fast durch."

Auf dem Markt herrsche ein großer Wettbewerb, der auch mit der niedrigen Geburtenrate zusammenhängt. Umso wichtiger sei es, möglichst breit aufgestellt zu sein und möglichst alle Geschmäcker der Kunden abzudecken. "Heimess ist da in einer sehr stabilen Position", bilanziert Tobias Böhmer.

Zahlen und Fakten

Gründungsjahr: 1956

Firmensitz: Vaihingen an der Enz

Produktionsleiter: Tobias Böhmer

Mitarbeiter: 20

Leistungsspektrum: Babyspielzeug für Altersgruppe 0 - 3 Jahre

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