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Großsachsenheim: Flickenteppich Lammstraße

In der rötlich gepflasterten Lammstraße in Großsachsenheim sind Stolperfallen mit schwarzen Asphalt zugeschüttet worden. Bürger ärgern sich über die unschönen Flecken.

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"Liebloser Flickenteppich", "was für eine Schande!", so ärgern sich Sachsenheimer auf Facebook, eine "Petition für Pflastersteine in Sachsenheim" wird sogar gefordert, und auch der Gemeinderat Ralf Nägele (Freie Wähler) hat in der jüngsten Sitzung nachgehakt, was das Ganze soll. Wer durch die Lammstraße in Großsachsenheim spaziert, dem sticht es sofort ins Auge: etliche schwarze Asphaltflecken im rosa Pflaster. Ein halbes Dutzend solcher Stellen gibt es laut Gunter Albert, dem Technischen Beigeordneten, in der Fußgängerzone. "Sie sind unschön", bekannte er in der Gemeinderatssitzung, zudem seien die dunklen Flecken "aus technischer Sicht ein Ärgernis".

Das Problem liege in der Art der Pflasterung, erklärt Gunter Albert im Nachgang zur Sitzung. Die unterschiedlich geformten Natursteine seien auf einen Unterbau aus Schotter und Sand gesetzt. Durch "Verschiebelasten" - gemeint ist vor allem der Lieferverkehr - seien mit den Jahren offene Fugen und Löcher entstanden. Die würden, damit sich niemand verletzt, eben schnell wieder mit flüssigem Asphalt zugeschüttet.

Gunter Albert weiß, dass das nicht mehr als Flickschusterei und eine "Übergangslösung" ist. Die Lammstraße bräuchte eigentlich eine Generalkur, und nicht nur sie. Auch in Kleinsachsenheim oder dem Kirbachtal gebe es solch problematisches Pflaster, sagt der Technische Beigeordnete. Abhilfe würde nach seiner Ansicht nur die Entfernung des Belags, das Verlegen einer Betonplatte und dann das Einsetzen der Steine in Mörtel schaffen. "Das bräuchten wir in der Lammstraße eigentlich. Das ist sehr viel belastbarer, aber auch sehr viel teurer." Im vergangenen Jahr habe man auf diese Weise Teile der Straße vor der Bäckerei Clement hergerichtet, "wir gehen sukzessive an die Dinge ran". Freilich sei dies aber eine Geldfrage. Eventuell im nächsten Jahr, so Gunter Albert, werde das Thema angegangen. "Es steht sehr weit oben auf der To-do-Liste der Stadt."

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Stadt in Sachen Lammstraße noch mit einer Eigentümergemeinschaft absprechen muss, der Bereiche unter der Straße, die Garage etwa oder Gebäudeteile, zuzuordnen seien. "Wenn wir von oben was machen, muss man auch von unten ran. Das macht es schwieriger", so Gunter Albert.

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