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BZ-Gespräch mit Oberriexingens Bürgermeister Werner Somlai

Gemeinderat, Verwaltung, ehrenamtlich Engagierte, Vereine und Institutionen haben in der Stadt Oberriexingen in vielen Bereichen sehr viel bewegt und geleistet. Einige Weichen für Projekte in naher Zukunft wurden gestellt.

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Wenn Werner Somlai aus dem Fenster seines Amtszimmers blickt, blickt er auf Bauarbeiten - irgendwie passend zu den Projekten von Oberriexingen.  Foto: 

Gesamtbilanz 2015: Seit 33 Jahren ist Werner Somlai im Rathaus der Stadt als Bürgermeister und zuvor als Kämmerer tätig. So anstrengend wie 2015 sei jedoch bisher kein Amtsjahr für ihn verlaufen, meinte das Stadtoberhaupt in seinem Fazit zum vergangenen Jahr. Etwas größere Brocken galt es in der kleinen Stadt an der Enz anzugehen. "Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam die Stadt Oberriexingen wieder ein gutes Stück vorangebracht haben und auch für die Zukunft gute Perspektiven in jeder Beziehung schaffen konnten", so Bürgermeister Somlai, der in 2015 auch ein erfolgreiches Jahr sah. Konstruktive Diskussion und sachliche Beratungen und Entscheidungen standen für das Ratsgremium an. Die teilweise mit knapper Mehrheit getroffenen Entscheidungen zeigten dabei auf, dass es sich das Gremium bei den schwierigen Themen nicht leicht gemacht habe, merkte Somlai im Rückblick an. Darunter seien wichtige und richtungsweisende Entscheidungen für Oberriexingen getroffen worden.

Wichtigste Investitionen 2015: Auf den Weg gebracht wurde der Ausbau der Großmoltenstraße, das Neuordnungskonzept im Sanierungsgebiet Stadtkern II und das Neubaugebiet Schrannenäcker Süd. Investiert hat die Stadt überdies in die Renovierung von vier Klassenzimmern in der Grundschule, in die Sanierung des erworbenen Gebäudes Hauptstraße 10 sowie in die Außenrenovierung der Aussegnungshalle samt Installation einer neuen Lautsprecheranlage für den Friedhof. Auch die Fassade des Asylbewerberwohnheims wurde renoviert, ebenso ein neuer Heizkessel eingebaut. Zudem stand die Beschaffung des Feuerwehrfahrzeugs HLF 20 im Etat, das man vor Weihnachten in Berlin abholen durfte.

Haushaltslage zum Jahresende 2015: Von einem guten Rechnungsergebnis, wie das für 2014 gezeigte, geht Bürgermeister Somlai aus. Auf eine zunächst geplante Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 540.000 Euro werde verzichtet. Der Schuldenstand verringere sich zum Jahresende auf 1,28 Millionen Euro, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 394 Euro bedeute, sieht Somlai eine erfreuliche Tendenz. Den Stand der Rücklagen erwartet der Oberriexinger Schultes bei 1,8 Millionen Euro.

Aussichten für 2016: Somlai erwartet eine weitere positive Entwicklung, wobei die Steuerkraft-summe der Stadt auf eine Rekordhöhe von 3,8 Millionen Euro steige, wie er zu den erheblich steigenden Umlagen sowie geringeren Zuweisungen anmerkte. Dennoch möchte Oberriexingen auch im Haushalt 2016 Schulden tilgen können und keine Kredite aufnehmen. Die geplanten Investitionen für den Ausbau der Großmoltenstraße, der für die Zeit von Januar bis Juli vorgesehen ist, und die Erschließung des Neubaugebiets ab Oktober könnten allerdings einen Griff in die Rücklage notwendig machen, wie Werner Somlai zum Haushaltsplan zu bedenken gibt, der noch vorgelegt wird. Mit einer Million Euro Schulden rechnet er zum Jahresende hin.

Persönliche Erwartungen für 2016: Hier blickt das Stadtoberhaupt auf eine erfreuliche Entwicklung der Stadtwerke Oberriexingen. Zusammen mit dem Partner SWBB sei ein wichtiger Schritt zum Erwerb des Stromnetzes und der Straßenbeleuchtung getan. Für 2016 wären alle Versorgungssparten im Bereich der Stadtwerke vereinigt, so Somlai zum damit verbundenen "steinigen Weg" des städtischen Unternehmens. Rund 50 Neuverträge mit Bürgern und Kunden sind bislang abgeschlossen, weitere werden folgen, so der Bürgermeister zuversichtlich. Drei Millionen Euro werden als nachhaltige Investitionen für den Betrieb eingeplant.

Wichtigstes Projekt 2016: Für Bürgermeister Werner Somlai sind dies gleich drei Projekte. Zum einen der Ausbau der Großmoltenstraße, des Weiteren die Stadtkernsanierung mit einem Neuordnungskonzept, das mit einem Wehrgang auf der Stadtmauer integriert werden könnte, sowie das Neubaugebiet Schrannenäcker-Süd als dritte Maßnahme.

Sorgenkind der Stadt: Rundum zufrieden zeigt sich Bürgermeister Somlai mit dem im ruhigen Fahrwasser schwimmenden Gemeindeschiff. Die Kommunalfinanzen wären in Ordnung und die Stadt für die Zukunft gewappnet, meinte der Rathauschef, dem zunächst kein speziell wiederkehrendes Sorge-Projekt einfiel. Lediglich einen endgültigen Standort für den Häckselplatz zu finden, stehe nach wie vor auf der Liste der Vorhaben, so Bürgermeister Somlai. Hierzu fehlten noch Alternativen sowie die benötigte zündende Idee.

Neujahrsempfang

Termin Die Stadtverwaltung von Oberriexingen lädt für diesen Sonntag, 10. Januar, zum Neujahrsempfang. Beginn ist um 14 Uhr in der Festhalle.

Ablauf Bürgermeister Werner Somlai hält eine Rede, der Musikverein Stadtkapelle Oberriexingen wird die Veranstaltung musikalisch umrahmen. Dazu wird es "Schäufele" geben, ein Gebäck, welches aussieht wie die rechte Seite des Oberriexinger Wappens, und Getränke.

 

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